So gemütlich wie ein riesiges Wohnzimmer

Angelika, Meike und Laura  – drei, die sich am Samstag auf dem Tummelmarkt auf dem Wittener Humboldtplatz sehr wohlgefühlt haben.
Angelika, Meike und Laura – drei, die sich am Samstag auf dem Tummelmarkt auf dem Wittener Humboldtplatz sehr wohlgefühlt haben.
Foto: Fischer
Bunt, kreativ und regional - das war der erste Tummelmarkt im Wiesenviertel. Entspannte Besucher nehmen uns mit auf einen Rundgang über das originell gestaltete Festgelände

Witten..  Antike Lampenschirme sind an Seilen quer über den Platz gespannt. Auf dem Asphalt in der Mitte liegen Sofakissen und bunte Decken, Stühle stehen bereit. Der Humboldtplatz im Wiesenviertel gleicht am Samstag einem riesengroßen Wohnzimmer – mit ganz viel Familienbesuch.

„Wir sind froh, dass sich so viele Menschen hier so wohl fühlen.“ Marie, Benny, Lea und Lisa stehen zufrieden vor einer kleinen Bühne. Die vier sind Veranstalter und Ideengeber des ersten Tummelmarktes. Im Frühjahr kam ihnen der Gedanke: „Irgendetwas fehlt hier im Viertel. Vielleicht eine Mischung aus Wochenmarkt und Wiesenviertelfest.”

22 Verkaufsstände umrahmen den bunten Platz

Der Idee folgten erste Planungen. „Wir haben uns mit dem Kulturstudio Stellwerk zusammengeschlossen und dann wurde es konkret,“ erzählt die 25-jährige Marie. Die kreative Lichterdeko aus alten Lampenschirmen haben die Vier zum Beispiel in gemütlicher Runde im „Knut’s“ gebastelt.

Ein halbes Jahr und etliche Treffen später steht der Markt: 22 Verkaufsstände umrahmen den bunten Platz. Es gibt regionale Produkte, handgemachte Filzware und Köstlichkeiten aus aller Welt. Auf einer kleinen Bühne spielt Jonas Künne entspannte Gitarrenlieder.

„Wahnsinn! Und alles Handarbeit“

Sarah (23) und Johanna (28) gehen an den Ständen auf Entdeckungstour. Bei den filigranen Ketten von „Jedidah“ bleiben sie stehen und staunen. Johanna ist begeistert: „Wahnsinn! Und alles Handarbeit. Wir haben hier schon in so viel außergewöhnlichem Zeug gestöbert.“ Ihre Freundin Paulina (21) kommt mit dampfendem Couscous von einem afrikanischen Stand zurück. „Jetzt wird es schwer, noch einen Sitzplatz zu kriegen.“

Gegen 16 Uhr ist es wirklich voll. Vor jedem Stand reiht sich eine Schlange und die begehrten Plätze auf den bunten Decken sind alle belegt. „Aber es ist nicht unangenehm voll. Man schiebt sich nicht von Stand zu Stand, sondern es ist eher ein wirklich gemütliches Wohnzimmerflair“, lobt Paulina: „Man kommt mit den Menschen ins Gespräch. Es gibt coole Musik und gutes Essen.”

Witten-Bier schmeckt nach Mandarine

Und für das besondere Getränk ist auch gesorgt! Denn heute feiert das „Benno Bräu” seine Ausschank-Premiere. Benno selbst steht hinter dem Zapfhahn und füllt Glas für Glas. Drei Wochen lang hat der Gerstensaft in seinem Keller in der Hammerstraße gelagert. „Ein bisschen nach Mandarine”, beschreibt Benno den Geschmack. Der 24-jährige ist gelernter Braumeister. „Es war dann lange schwierig, eine Anstellung in der Region zu finden. Also kam ich auf die Idee, mein eigenes Bier zu brauen.“

Eine gute Idee, finden alle, die das brandneue Wittener Bier auf dem Tummelmarkt kosten. „Mandarine hätte ich jetzt nicht rausgeschmeckt, aber es ist auf jeden Fall anders als die Einheitsbiere”, gibt Thomas Wilka (60) sein Urteil ab. „Und man merkt doch relativ schnell etwas”, ergänzt Björn Gischler augenzwinkernd (45). Auch die beiden fühlen sich richtig wohl auf dem Markt. „Einfach toll, richtig liebevoll gestaltet. Wir sind oft zu Gast im Wiesenviertel. Hier leben so viele aufgeschlossene Menschen – das braucht Witten.” Am 17. Oktober ist der nächste Tummeltermin. Dann mit ein paar Decken und Feuerschalen mehr.

 
 

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