Sechs Familien suchen Leihomas

Sie suchen Großeltern für ihre Kinder:  Eva Gollan (li.) und ihre Tochter Fe sowie Jutta Waldhofer Maaßen für ihre Söhne Johann (li.) und Jasper. Das Projekt soll ältere Menschen als Leih-Großeltern an Familien mit Kindern vermitteln. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool
Sie suchen Großeltern für ihre Kinder: Eva Gollan (li.) und ihre Tochter Fe sowie Jutta Waldhofer Maaßen für ihre Söhne Johann (li.) und Jasper. Das Projekt soll ältere Menschen als Leih-Großeltern an Familien mit Kindern vermitteln. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Witten.. Bei Oma und Opa dürfen die Kleinen Süßigkeiten essen und lange aufbleiben. So das Klischee, das oft bestätigt wird. Wenn nun aber die Großeltern nicht mehr leben oder zu weit weg wohnen, bietet die Freiwilligen Agentur Fokus ein Leihgroßeltern - Projekt „Wir für Kinder“ an.

Seit sieben Jahren gibt es die Idee der „Leihomas- und opas“ bei der Freiwilligen Agentur Fokus. In dieser Zeit konnten schon zwölf Großeltern mit Enkeln zusammengeführt werden. Uschi Beyling (63) von Fokus erklärt: „Jedes Kind sollte Großeltern haben, mit denen es etwas unternehmen kann. Wenn das innerhalb der Familie nicht möglich ist, bieten wir den Familien, aber auch Omas und Opas die Chance, familiären Anschluss zu finden.“ Zur Zeit suchen sechs Familien Leihgroßeltern. Eine von ihnen ist Familie Gollan.

Mama Eva (35) möchte für ihre acht Monate alte Tochter Fe Maria Großeltern finden. „Meine Eltern wohnen zu weit weg und wir sehen uns nur an Geburtstagen. Meine Tochter soll aber so früh wie möglich Kontakt zur älteren Generation haben“, meint Eva Gollan. Dabei ginge es ihr und ihrem Mann Simon (36) nicht um einen kostenlosen Babysitter. „Wir haben jemanden, der auf die Kleine aufpasst. Uns ist es viel wichtiger, dass man innerhalb der Familie etwas gemeinsam unternimmt.“ Dazu gehören für die Gollans Spaziergänge und Vorlesestunden. Aber auch alles andere, was die Oma oder der Opa mit der Familie unternehmen möchte, ist erwünscht. Auf eine Sache legen die Gollans Wert: einmal die Woche sollte man Zeit füreinander haben.

Uschi Beyling sieht für Großeltern eine Chance auf eine Familie in dem Projekt. Schließlich gebe es einige, die alleine leben. „Manche äußern ihre Angst davor, ausgenutzt zu werden oder dass sie ihre Eigenständigkeit verlieren.“ Davor müssten Großeltern sich nicht fürchten. Denn Fokus steht ihnen und den Familien als Ansprechpartner und Vermittler zur Seite.

 
 

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