Schüler simulieren Generalversammlung der UN

Schüler simulieren UN-Konferenz in der Universität Witten/ Herdecke. Foto: Bernd Böhmer.
Schüler simulieren UN-Konferenz in der Universität Witten/ Herdecke. Foto: Bernd Böhmer.
Foto: WAZ FotoPool/ Bernd Böhmer

Witten.. An der Uni Witten/ Herdecke trafen sich die Delegierten der Vereinten Nationen. Allerdings waren es nicht die wirklichen Abgeordneten, sondern 16 Schüler zwischen 15 und 18 Jahren, die an der ersten „Model United Nations“ teilnahmen.

Jeder von ihnen stellte ein Land und dessen Meinung zu einem Oberthema dar. Resolutionen erarbeiten, informell und formell diskutieren und Reden halten vor einer Gruppe von Menschen, die dem Sprecher völlig unbekannt sind - gerade der letzte Punkt dürfte die meisten Schüler große Überwindung kosten. Bei der Simulation der Generalversammlung der UN müssen die 16 Jugendlichen über ihren Schatten springen.

Die Studentinnen Elena Weber (23) und Judith Lennertz (20) moderieren die Veranstaltung und helfen den Schülern bei Fragen. Beide waren selbst schon bei der richtigen National Model United Nations in New York dabei. Mareike Bärmann, ebenfalls Studentin an der Uni, organisierte die erste Schülerkonferenz zusammen mit ihren Kommilitoninnen. „Am Anfang waren wir sehr nervös, wie die Schüler das Konzept annehmen. Aber sie machen alle super mit und wir sind sehr zufrieden“, so die 23-Jährige.

Vormittags lernten die Schüler alles über die UN, die Regeln, die während der Versammlung herrschen und bekamen Hintergrundinformationen über das Diskussionsthema: „Die kontinuierliche Kontrolle über natürliche Ressourcen in politisch instabilen Gegenden“. Schon im Vorfeld sollten sie sich allerdings auf ihr Land vorbereiten. Felix Hoops kommt extra aus Unna in die Uni und befasste sich zuvor mit der Bundesrepublik Nigeria, um in der Diskussion gute Argumente bringen zu können. „Ich hatte noch den Kongo auf der Wunschliste, aber das Land war vergeben“, erzählt der 15-Jährige. Durch das Projekt habe er vieles über die UN gelernt, das er zuvor noch nicht kannte. Später möchte er vielleicht im politischen Bereich arbeiten. „Zuerst einmal will ich als Leistungskurs Sozialwissenschaften wählen. Durch das Projekt habe ich schon eine gute Vorbereitung für den Kurs“, erklärt Felix.

Nach über acht Stunden endet der Arbeitstag. Nach anfänglicher Schüchternheit tauten alle Schüler auf und trauten sich, vor den anderen „Ländern“ zu sprechen.

Im nächsten Jahr wollen Mareike Bärmann und ihre Kommilitonen die Konferenz erneut anbieten. Bärmann: „Dann hoffen wir auf mehr Resonanz und denselben Erfolg.“

 
 

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