Schüler an die Macht

Sie freuen sich auf die diesjährige Konferenz „Model United Nations“ in New York und an der Universität Witten/ Herdecke: Lutz Stoffels, Mareike Bärmann und Nathalie Bonk. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Sie freuen sich auf die diesjährige Konferenz „Model United Nations“ in New York und an der Universität Witten/ Herdecke: Lutz Stoffels, Mareike Bärmann und Nathalie Bonk. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Foto: Walter Fischer

Witten.. Wenn die Politiker in der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UN) in New York diskutieren, müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden.

Die Uni Witten/ Herdecke nimmt jedes Jahr an einer extra für Studenten aus aller Welt simulierten Versammlung teil. Nun will man auch Schülern die Struktur der UN näher bringen.

Mareike Bärmann studiert an der Uni Witten /Herdecke Wirtschaftswissenschaften und war im letzten Jahr bei der Simulation „Model United Nations“ in New York dabei. Über 4000 Studenten aus verschiedensten Nationen nehmen daran teil, um besser verstehen zu können, wie die Vereinten Nationen arbeiten. „Das ist eine wahnsinnige Erfahrung, durch die man erst einmal nachvollziehen kann, warum manche Prozesse so lange dauern“, meint die 23-Jährige. Den letzten Tag verbringen die Teilnehmer dann sogar in dem Gebäude der Vereinten Nationen und dürfen an den Tischen sitzen, an denen sonst Staatsoberhäupter aus aller Welt Platz nehmen.

Gemeinsam mit ihrer Kommilitonin Elena Weber (23), die Philosophie, Ökonomie und Politikwissenschaften studiert und anderen Studenten, möchte sie eine Konferenz am 28. April für 30 bis 40 Schüler veranstalten. Diese würde allerdings nicht fünf, wie bei den Studenten, sondern nur einen Tag dauern. „Leider fahren wir mit den Schülern auch nicht nach New York sondern bleiben in der Uni“, meint Mareike. Die gesamten Kosten für den Tag übernimmt aber die Universität.

Der Tag der Konferenz soll in zwei Bereiche aufgeteilt sein. Zum Einen wolle man den Schülern vormittags zunächst die Struktur der UN theoretisch näher bringen. „Man muss nicht nur allgemeines Wissen über die UN haben, sondern muss auch die Regeln während der Versammlung kennen“, erklärt Bärmann. Wie zum Beispiel, dass jedes Land eine Stimme hat. „Natürlich hat zum Beispiel die U.S.A noch mehr Einfluss, da sie zu den fünf ständigen Mitgliedern gehört und im Sicherheitsrat vertreten ist. Aber das Prinzip heißt: Gleichberechtigung“, erklärt Mareike Bärmann.

Obwohl die originale Konferenz sowie die Simulation mit Studenten auf Englisch gehalten wird, soll die Schülerversammlung auf Deutsch stattfinden. Dadurch hoffe man, dass die Hemmschwelle teilzunehmen, sinke.

Mitmachen können nur Oberstufenschüler aus Witten und der näheren Umgebung wie Bochum, Herdecke, Wetter oder Hagen. Allerdings sträubt sich Mareike Bärmann nicht gegen Teilnehmer von weiter weg: „Wenn jemand aus Berlin bei uns mitmachen möchte, soll er kommen.“

Bewerbungen können bis zum 1. April an mun.uwh@gmx.de gesendet werden. Darin sollte die vollständige Adresse sowie ein kurzer Aufsatz zum Thema: Was sind aus deiner Sicht die wichtigsten Aufgaben der Vereinten Nationen?“ Außerdem sollte man angeben, welches Lang man vertreten möchte.

 

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