Schon viele Unterstützer für Kampagne „Pflege und Beruf“

Die Kampagne „Pflege und Beruf“ des EN-Kreises ist gut angelaufen: „Seit wenigen Tagen werben wir auch mit einer Internetseite für unsere Kampagne, und mit dem Entsorgungsbetrieb AHE aus Wetter, dem DRK Witten und der Stadtverwaltung Gevelsberg konnten wir kurz vor dieser Veranstaltung drei weitere Firmen als Unterstützer gewinnen“, freut sich Christa Beermann.

„Stand heute beteiligt sich ein Dutzend Unternehmen an unserer Aktion. Mit Teilzeitarbeitsplätzen, sehr flexiblen Arbeitszeiten, einem betrieblichen Gesundheitsmanagement und Heimarbeit erleichtern sie ihren Beschäftigten den täglichen Spagat zwischen Arbeitsplatz und Pflegebett“, so Christa Beermann weiter. Die Botschaft „Sie pflegen? Wir unterstützen sie“ ziehe also die gewünschten Kreise im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Das sei so erfreulich wie notwendig: Die Zahl der älteren, pflegebedürftigen Menschen steigt, die Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf wird zukünftig anders gestellt, muss neu beantwortet werden. Eine Erkenntnis, die Prof. Dr. Irene Gerlach, Forschungszentrum Familienbewusste Personalpolitik, nur unterstreichen konnte: „Bereits heute pflegen Beschäftigte, die Berufs- und Privatleben unter einen Hut bringen müssen, in einem von fünf Fällen Angehörige. Der demografische Wandel wird hier für ein deutliches Plus und bei der Kinderbetreuung für ein Minus sorgen. Die Anforderungen an Gesellschaft, Wirtschaft und Familien werden quasi einen Generationswandel erleben.“

Gerlachs Botschaften an die Wirtschaft waren eindeutig: Familienbewusste Unternehmen profitieren von deutlich geringeren Krankheits- und Fehlzeitenquoten, können sich über Beschäftigte freuen, die konzentrierter und motivierter zu Werke gehen. Der Einsatz rechne sich. „Unser Engagement für unsere Beschäftigten, die Unterstützung, die wir für sie organisiert haben, ist lohnend. Da kommt sehr viel zurück“, bestätigt Erika Müller-Finkenstein vom Kampagnenpartner Hattinger hwg.

 
 

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