SchöWo stellt neue Anfrage für Elektrofachmarkt in Witten

Ein Blick auf das ehemalige Wickman-Firmengelände in Annen. Neben Gastronomie gibt es hier unter anderem auch eine Spielhalle. Der Stadt liegen derzeit viele Bauanträge von Investoren vor.
Ein Blick auf das ehemalige Wickman-Firmengelände in Annen. Neben Gastronomie gibt es hier unter anderem auch eine Spielhalle. Der Stadt liegen derzeit viele Bauanträge von Investoren vor.
Foto: WAZ/FotoPool
Nachdem die Stadt jahrelang Berlet verhindert hat, stellte Investor SchöWo nun eine neue Bauvoranfrage für einen Elektromarkt auf dem Wickmanngelände.

Witten..  Der Wittener Investor Michael Schöpke (SchöWo-Wohnbau GmbH) plant nach Informationen unserer Zeitung erneut die Ansiedlung eines Elektrofachmarktes auf dem ehemaligen Wickmanngelände. Eine Bauvoranfrage für ein 3800 Quadratmeter großes Objekt soll der Stadt vorliegen.

Die Geschichte ist bekannt: Mit Berlet, jenem Fachmarkt, der in den Dortmunder Indu-Park ging, war Schöpke auf die Nase gefallen. Nun, acht Jahre später, ein Gerichtsurteil zu seinen Gunsten und die große Koalition im Rücken, scheint es Schöpke erneut zu versuchen.

Bebauungsplan wird aufgehoben

Weitere Weichen für eine großzügigere Ansiedlungspolitik hat jetzt der Stadtentwicklungsausschuss gestellt. Wie erwartet, beschloss er das Verfahren zur Aufhebung des strittigen Bebauungsplans 216. Das Verwaltungsgericht Arnsberg hatte im November festgestellt, dass dieser Plan Mängel aufweise – mit dem die Stadt bisher Märkte wie Berlet zu verhindern wusste. Die Verwaltung ging in Berufung.

Die Stadt hatte SchöWo-Chef Schöpke jahrelang die von ihm geplante Ansiedlung des Elektro-Fachmarktes verweigert – mit der Begründung, dieser könne mit seinem großen Sortiment Geschäfte in der Innenstadt schädigen.

Stadtbaurat Bradtke betonte in der jüngsten Sitzung, dass der Bebauungsplan 216 jedoch weiter gelte, „bis das Aufhebungsverfahren rechtssicher abgewickelt ist“. Dies könne bis zu zwei Jahren dauern.

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