Schneefrei für Schüler, kein Verkehrschaos

Räumfahrzeug auf der Ardeystraße.  Foto am Donnerstag, 26. Dezember 2010 in Witten . Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Räumfahrzeug auf der Ardeystraße. Foto am Donnerstag, 26. Dezember 2010 in Witten . Foto: Svenja Hanusch / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Wegen der Unwetterwarnung haben Schulen die Kinder am Donnerstag (16.12.) frühzeitig nach Hause geschickt. Die Vormholzer Schule bleibt wegen der Schnee- und Eismengen auf dem Dach am Freitag (17.12.) ganz gesperrt.

Gegen 12.30 Uhr fing es gestern an zu schneien. Trotzdem gab es bis zum Abend nur zwei wetterbedingte Unfälle. Die Streufahrzeuge waren im Dauereinsatz. Die Bogestra fährt noch, nach eigenen Angaben mit Verspätungen von bis zu 30 Minuten. Die Verkehrsgesellschaft EN stellte mit der Schnellbusverbindung über Witten nach Ennepetal einmal mehr den Betrieb laut Polizei ganz ein. Der Schneer Weg wurde wieder komplett gesperrt, die Sperrbaken standen noch von Montagabend...

An der Hörder Straße standen einige Lkw quer, ebenso auf der Autobahn zwischen Heven und Sprockhövel. Aber: So schlimm wie erwartet war es nicht, jedenfalls nicht bis abends 19 Uhr.

Viele Schulen machten früher Feierabend, manche nach der vierten Stunde, andere nach der sechsten um eins. Man habe die Niederschlagsprognosen stündlich verfolgt und es sich nicht leicht gemacht, sagte Gerhard Koch vom Schiller-Gymnasium. „Wir wollten ja nicht vorschnell Unterricht ausfallen lassen.“ An der Otto-Schott-Realschule war um fünf nach elf Schluss. Die 8b wird das vielleicht sogar bedauern.

Die Schüler, die an unserem Zeitungsprojekt „Zeus“ teilgenommen haben, sollten um zwölf Uhr Schalke-Profi Christoph Metzelder treffen. Ihm hatte die Schule vorsorglich abgesagt. Die Overberghauptschule entließ ihre Schüler ebenfalls nach der vierten Stunde um 11.10 Uhr. Anders die Adolf-Reichwein-Realschule: „Hier sieht’s noch gut aus, und die meisten Schüler gehen eh um 13.10 Uhr“, hieß es dort am späten Vormittag.

Grundschulen mit offenem Ganztag gaben aus einem anderen Grund kein schneefrei. „Wo sollen die Schüler denn hin?“ fragte Borbach-Leiterin Brigitte Olmer mit Blick auf berufstätige Eltern. Ebenso argumentierten die Erzieherinnen in Kindertagesstätten. „Viele Eltern haben gesagt, dass sie versuchen wollen, ihre Kinder früher abzuholen. Wir haben aber bis 16 Uhr geöffnet, denn nicht jeder kann es beruflich regeln, früher hier zu sein“, so Sabine Zander, Waldorfkindergarten.

Ob früher geschlossen wird, war darum auch in der Kita Wichtelhaus erst gar kein Thema im Team. „Wir sind heute Morgen hier den Berg hochgekommen und hoffen, dass wir ihn auch wieder hinunterkommen“, so Kristina Becker, stellvertretende Leiterin der Kindertagesstätte Kleine Racker an der Herdecker Straße. Bis 17 Uhr können Kinder hier spielen - so wie immer. „Für viele Eltern ist das doch sonst ein Riesenproblem.“

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