Sascha Rolf Lüder ist neuer Rotkreuzbeauftragter für den Kreis

Dem neuen Rotkreuzbeauftragten Dr. Sascha Rolf Lüder ( 2.v. re.) gratulieren auch (v. li.) Dr. Georg Butterwegge (DRK), Landrat Dr. Arnim Brux und Stefan Rose (DRK). Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Dem neuen Rotkreuzbeauftragten Dr. Sascha Rolf Lüder ( 2.v. re.) gratulieren auch (v. li.) Dr. Georg Butterwegge (DRK), Landrat Dr. Arnim Brux und Stefan Rose (DRK). Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
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Ein Ehrenamt nimmt viel Freizeit in Anspruch. Der neue Rotkreuzbeauftragte für den Ennepe-Ruhr-Kreis, Dr. Sascha Rolf Lüder, weiß das bereits aus Erfahrung. Denn er hatte diese Funktion bereits schon einmal inne.

Witten.. Und zwar für sechs Jahre. Doch dann übergab er dieses Ehrenamt aus beruflichen Gründen an seinen Nachfolger Peter Hohaus. Weil der nun aber aus Arbeitsgründen nach Berlin wechselte, wurde eine Neuwahl durch die beiden DRK-Kreisverbände im EN-Kreis notwendig. Und die fiel erneut auf den Herdecker Lüder, der schon durch seinen Beruf über die notwendige Abgeklärtheit und das entsprechende Netzwerk verfügt: Ist der 41-jährige Jurist doch Justiziar des DRK Blutspendedienstes West in Hagen.

Als „Schnittstelle zwischen Rotem Kreuz und Politik“ bezeichnete Dr. Georg Butterwegge vom DRK-Kreisverband Witten die Aufgabe des ehrenamtlichen Rotkreuzbeauftragten. Die Ernennungsurkunde wurde Lüder jetzt im Rotkreuzzentrum an der Annenstraße durch die Präsidenten der beiden DRK-Kreisverbände in Anwesenheit von Landrat Dr. Arnim Brux übergeben.

Einsatz zu Kyrill fiel mit Geburtstag zusammen

Der Rotkreuzbeauftragte ist Ansprechpartner für die Gefahrenabwehrbehörden im Kreisgebiet und als solcher auch Mitglied des Krisenstabes des Ennepe-Ruhr-Kreises. Dort hat sich Lüder bereist in seiner ersten Amtszeit bewährt: „Als im Januar 2007 der Orkan Kyrill nahte, wurde ich angerufen, dass eine Tornado-Warnung eingegangen sei“, erinnert er sich. Und natürlich sei es ihm mulmig gewesen. Aber nachdem der Krisenstab die brenzlige Situation gemeistert habe, wurde erstmal gemeinsam angestoßen. Denn wie der Zufall es so wollte, fiel der Einsatz genau auf Lüders Geburtstag. „Wir haben uns dann mit Sektgläsern zugeprostet, allerdings mit Wasser“, erinnert er sich. Und auch in einem anderen Fall ging der ehrenamtlich Einsatz vor sehr Privatem: „Bei einem Industriebrand in Herdecke war eigentlich mein Hochzeitstag“, erzählt der 41-Jährige.

Netzwerke ermöglichen Arbeit auf Augenhöhe

Wie wichtig die Arbeit der Ehrenamtlichen sei, unterstrich auch Georg Butterwegge: „Obwohl sie berufliche Verpflichtungen haben, sind sie da, wenn andere abwinken.“ Und zurecht würden die Menschen erwarten, „dass das Rote Kreuz überall und immer“ bereit sei. Zum Einsatzpotenzial des DRK im Ennepe-Ruhr-Kreis gehören unter anderem drei Einsatzeinheiten des Katastrophenschutzes sowie eine Personenauskunftsstelle.

„Wir möchten, dass der Kreis sicher ist“, betonte auch Landrat Dr. Arnim Brux. Und dabei spiele das DRK eine Schlüsselrolle. „Wichtig ist, dass die Netzwerke funktionieren“, meinte Brux und verwies dabei nochmal auf die im Jahr 2005 eingerichtete Kreisleitstelle für Feuerschutz, Rettungsdienst und Großschadenslagen in Schwelm.

Mit Verweis auf eben solche Netzwerke meinte auch Lüder, viel laufe „über Augenhöhe, weil man sich im Kreis kennt.“ Er selbst bezeichnet sich als „recht niederschwellig“. Und so erinnert sich der ehrenamtliche Rotkreuzbeauftragte an einen Einsatz, bei dem es wie so oft schnell gehen musste: „Ich bin auch schon in Pantoffeln draußen gewesen.“

 
 

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