Samstags war Frauentag am Hohenstein

Luise Zappe schreibt für ihr Leben gern Gedichte. Eines ihrer Werke handelt von dem Park Hohenstein. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Luise Zappe schreibt für ihr Leben gern Gedichte. Eines ihrer Werke handelt von dem Park Hohenstein. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Foto: Fischer / WAZ FotoPool

Witten.. „Vom Hammerteich zum Hohenstein laden uns viele Wege ein...“

Luise Zappe (91) lebt in der Senioren-WG in Bommern. Gedichte zu schreiben, ist ihr großes Hobby. Über den Hohenstein, an den sie viele Erinnerungen knüpft, hat sie auch eines verfasst.

Früher ist die Rentnerin mit ihren beiden Töchtern immer die Strecke vom Hammerteich zum Hohenstein hinauf und wieder zurück gelaufen. Mittlerweile geht das nicht mehr so einfach. „Ich habe einen Gehwagen mit dem ich ganz gut spazieren kann. Da müssen meine Töchter mich aber auf beiden Seiten stützen“, erzählt die 91-Jährige. Denn in ihrem Alter gehe das alles nicht mehr so flott wie vor einigen Jahren noch. Obwohl: „Also, vor knapp anderthalb Jahren bin ich noch die ganze Runde um den Kemnader See gegangen. Und das ohne das Wägelchen.“

„Um alle Tiere dort zu sehen, muss man viele Wege gehen. Dann läuft man hin, dann läuft man her und unsere Füße werden schwer...“

Besonders gern hat Luise Zappe die Tiere, die auf dem Hohenstein leben. Rehe und Wildschweine, beide Arten findet sie toll. Gefüttert hat sie die Tiere nie. Nicht, weil sie nicht wollen würde. „Es sind immer sehr viele Menschen um die Gehege herum, da wollten wir nicht auch noch mitmischen“, erklärt die Seniorin. Wir, das sind immer Luise Zappe und ihre Töchter. Oder manchmal auch die Freundinnen der 91-Jährigen. Früher haben sich die Damen jeden Samstag zu Frauentag getroffen, um ihre Zeit zusammen zu verbringen. Selbst heute noch, wenn schönes Wetter ist, trifft sich Luise Zappe mit Freundinnen, um den Hohenstein zu erobern. Nach den langen Spaziergängen kehrte sie oft ins Haus Hohenstein ein.

„Haus Hohenstein bittet uns rein, zum Kaffee, Kuchen und auch Wein, gestärkt sind wir wieder munter, gehen wir beschwingt den Berg hinunter...“

Sehr nette Menschen würden dort arbeiten, meint die Rentnerin. Und der Kuchen sei einfach ein Traum. Mittlerweile geht sie aber nicht mehr so oft in das Restaurant. „Schließlich bin ich auch nicht mehr so oft dort oben spazieren.“ Denn die Töchter haben auch nicht andauernd Zeit und viele Freundinnen seien nicht mehr so gut zu Fuß.

„Und unten sagen alle nur, wie schön ist Witten an der Ruhr.“

Luise Zappe liebt ihre Stadt und die Menschen, die dort wohnen sehr. Vor allem ihre Mitbewohner in der Senioren-WG. Nachts, wenn sie nicht schlafen kann, schreibt die 91-Jährige ihre Gedichte. Ein ganzes Album hat sie schon voll. Viele der Werke handeln von Witten. Luise Zappe: „Zu meiner Stadt fallen mir immer die schönsten Ideen ein.“

 

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