Sabine Bollmann aus Witten erhält Verdienstorden

Die Verleihung mit dem stellvertretenden Bürgermeister Hans-Ulrich Kieselbach (li.) und Landrat Brux.
Die Verleihung mit dem stellvertretenden Bürgermeister Hans-Ulrich Kieselbach (li.) und Landrat Brux.
Foto: Privat
Die Wittenerin Sabine Bollmann ist das, was man engagiert nennt: Sie leitet das Eltern-Kind-Turnen beim TuS Bommern, betreut ein Projekt gegen Übergewicht und sammelt im Blasorchester „Blow“ Spenden. Für ihre Taten wurde ihr nun der Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Witten.  „Wer Sabine Bollmann kennt, der weiß, wie wichtig ihr soziales Miteinander ist. Wo andere abwarten, packt sie lieber beherzt an, wo andere sich zurückziehen, geht sie auf Menschen zu. Sabine Bollmann hat die Gabe, andere zu begeistern“. Mit diesen Worten überreichte Landrat Dr. Arnim Brux die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland an die Wittenerin.

Projekt gegen Übergewicht

Durch den Sport mit ihren beiden Töchtern Sina und Lara fand Bollmann 1994 den Weg zum TuS Bommern. Schnell war sie bereit, sich beim Eltern-Kind-Turnen einzubringen, 1997 übernahm sie dann die Leitung. „Sie ermöglichen es den zwei- bis vierjährigen Kindern ihre Fertigkeiten zu entdecken und weiterzuentwickeln sowie spielerisch Kontakte mit Gleichaltrigen zu knüpfen“, machte Brux deutlich. Weiterer Pluspunkt des Angebotes: In den zurückliegenden fast zwei Jahrzehnten haben sich viele Freundschaften zwischen den Eltern und den Kindern entwickelt und den sozialen Zusammenhalt in der Ortsgemeinschaft gestärkt.

Der 47-Jährigen ist es mit ihrem Engagement, das auch vor Vorstandsaufgaben und -verantwortung nicht halt machte, zudem gelungen, andere Eltern für Übungsleitertätigkeiten zu motivieren. Mit „schwer mobil“ hob Brux eines von vielen Projekten, an dem Bollmann beteiligt gewesen ist, besonders hervor. Ziel dieser Initiative des Deutschen Turner Bundes war es, übergewichtige Mädchen und Jungen anzuregen, ihre eigene Einstellung zu Bewegung und Ernährung zu verändern und ihr Selbstbewusstsein zu stärken. „Davon haben zwischen 2006 und 2011 viele Kinder und Jugendliche profitiert“, unterstrich der Landrat.

Auch im Blasorchester aktiv

Zudem sei es Bollmann stets gelungen, sehr sensibel die sozialen und familiären Hintergründe zu berücksichtigen. Von Bollmanns ehrenamtlichem Einsatz konnte auch die evangelische Kirchengemeinde Bommern profitieren. Dort engagierte sie sich jahrelang für den Kinderbibelvormittag.

Ähnliches gilt auch für Bollmanns Mitwirken im Blasorchester Witten „Blow“. Dort stieg sie 2011 als Tenorsaxophonistin ein und ist heute immer mit dabei, wenn auf Benefizkonzerten Spendengelder gesammelt werden. „Und“, so Brux abschließend, „als eins von bislang nur wenigen ausländischen Orchestern hatte „Blow“ die Ehre, in der Kathedrale von Beauvais, der nordfranzösischen Partnerstadt Wittens, den Gottesdienst zum „Jeanne-Hachette-Fest“ musikalisch zu gestalten und durch die universelle Sprache der Musik mit großem Erfolg völkerverständigend zu wirken.“

 
 

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