Rotes Kreuz kürt 45 kleine Helden

Echte Helden schlafen natürlich auf Feldbetten.
Echte Helden schlafen natürlich auf Feldbetten.
Foto: Fischer / WAZ FotoPool
Das Trainingscamp auf dem Kahlen Plack kam großartig an. Mädchen und Jungen lernten Erste Hilfe, Survival, Pflanzenkunde und Orientierung mit dem Kompass.

Witten..  Echte Helden wandern nachts mit dem Kompass durch den Wald, bauen sich ihr eigenes Quartier und schlafen im Zelt. 45 Mädchen und Jungen nahmen am DRK-Helden-Trainingscamp teil, das über das Wochenende im Rahmen der 40. Wittener Ferienspiele auf dem Kahlen Plack stattfand. „Wir wollen mit dem Camp vor allem das Selbstbewusstsein und die Selbsthilfefähigkeit der Kinder stärken“, erläutert Kreis-Rotkreuzleiterin Tanja Knopp.

„Ich habe viel gelernt und das Trainingscamp gefällt mir sehr gut“, schildert Paulina, 13. „Wie man einen Druckverband richtig anlegt, war neu für mich.“ Die Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren lernten an sechs Stationen Erste Hilfe, Pflanzenkunde, Outdoor-Survival, Klimawandel, den Umgang mit Karte und Kompass sowie eine Nachtwanderung mit Errichtung eines Camps kennen.

„Das Camp ist einfach genial.“

„Ich habe zwar kaum geschlafen, weil es so laut war. Aber das Camp ist einfach genial“, schwärmt der 13-jährige Bastian. Auch Lea, 10, ist rundum zufrieden: „Das Angebot gefällt mir sehr gut, auch wenn ich schlecht geschlafen habe, weil eine Zeltnachbarin schnarchte.“

Die Kinder übernachteten in beheizten Einsatzzelten, aßen aus der Gulaschkanone und setzten sich aktiv mit Themen rund um die Aufgaben der ehrenamtlichen Katastrophenschützer, Ersthelfer und Umweltschützer auseinander. Insgesamt 40 Helfer des Roten Kreuzes begleiteten das Trainingscamp, das am Sonntag mit dem letzten Teil der Heldenprüfung im Freibad ausklang. Hier beschäftigten sich die Teilnehmer mit Wasserrettung und Baderegeln, bevor die frischgebackenen Helden von ihren Eltern wieder abgeholt wurden.

Die Mädchen und Jungen waren in sechs durch unterschiedlich farbige T-Shirts erkennbare Gruppen eingeteilt und je einem Schlafzelt zugeordnet, in dem sie selber ihre Feldbetten aufbauen mussten

Holz musste gesammelt werden zum Grillen des Stockbrotes, Buttons mit dem eigenen Namen wurden erstellt und die eigenen Betten vorbereitet, bevor es ans gemeinsame Abendessen ging.

25 Kilo Kartoffeln und 30 Kilo Möhren

„Stockbrot und Currywurst in verschiedenen Variationen, eine besondere Kombination, die sich allerbester Beliebtheit erfreute, ebenso wie Möhreneintopf”, berichtet Kai Kellner, der Camp-Küchenchef. 500 Liter Getränke (Tee, Kakao, Wasser) wurden verbraucht, 360 Brötchen, 25 Kilo Kartoffeln, 30 Kilo Möhren und 20 Kilo Hackfleisch verschlangen die hungrigen Helden. An jeder erfolgreich bestandenen Station holten sich die Teilnehmer ihren Stempel ab. Und am Sonntag gab es dann die offizielle Heldenurkunde.

Viele Kinder lernten durch das Camp zum ersten Mal den Umgang mit Kompass und Karte kennen. Beim Survivaltraining lernten sie, Feuer zu machen und die richtigen Knoten zu knüpfen, um Hölzer für Lagerbauten zu verbinden. Auch, was in einen Notfallkoffer gehört, wurde angesprochen.

Die Abende klangen gemütlich meist weit nach Einbruch der Dunkelheit am Lagerfeuer und bei Gitarrenmusik aus.

 
 

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