Radweg und Viadukt werden erst 2017 fertig

Seffen Gerber
Für den Radweg „Von Ruhr zu Ruhr“ wird der Viadukt in Wengern saniert.Das alte Gelände ist überarbeitet,zwei der acht Kanzeln werden Aussichtspunkte. Foto:Steffen Gerber
Für den Radweg „Von Ruhr zu Ruhr“ wird der Viadukt in Wengern saniert.Das alte Gelände ist überarbeitet,zwei der acht Kanzeln werden Aussichtspunkte. Foto:Steffen Gerber
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  • Asphaltierungsarbeiten an der Stadtgrenze Witten-Wetter beginnen im Herbst
  • Der zweite Abschnitt soll 2018 in Angriff genommen werden
  • Die Kosten von zunächst knapp fünf Millionen steigen

Witten/Wetter.  Das Warten geht weiter. Voraussichtlich erst im Frühjahr bzw. im zweiten Quartal 2017 ist der erste Bauabschnitt für den Lückenschluss des Radwegs „Von Ruhr zu Ruhr“ fertig. Sofern der Winter mitspielt. Denn: Im Herbst beginnen die Asphaltierungsarbeiten für das neue Teilstück von der Wittener Straße über den Viadukt in Wengern bis Albringhausen.

Zuvor hatten etwa im Trienendorf Brückenarbeiten unter Denkmalschutz-Gesichtspunkten und einige aufwändige Hangsicherungen dafür gesorgt, dass Straßen NRW als Bauträger die alte Elbschebahntrasse nicht wie geplant 2016 freigeben kann.

Bei einer Ortsbegehung des 3,8 Kilometer langen ersten Bauabschnitts für den Radweg von der Stadtgrenze Witten/Wetter durch Wengern weist Straßenplaner Hans-Jürgen Heidenreich vom Landesbetrieb auch auf schwierige Zufahrten für Lkw hin. „Ein Zehn-Tonner ist in diesem Gelände nicht so einfach zu manövrieren.“ Nach der Stilllegung der Bahnstrecke im November 1979 konnte sich die Natur hier bis zum Baubeginn im Juni 2014 satte 35 Jahre ausbreiten.

Das kann sie im Fortlauf teilweise weiter tun. Der zweite und 1,8 Kilometer lange Bauabschnitt von Albringhausen bis Silschede (mit Anschluss an die Kohlenbahn) werde 2018 beginnen, auf dieser Strecke verlassen die Radler einige Male die ursprüngliche Trasse. Geplant wird auch die dritte Etappe über 3,1 Kilometer in Gevelsberg, die Bauarbeiter 2019/2020 herrichten sollen.

Bahnstrecke mehrmals verlassen

Abwechslungsreich, naturbelassen und kostengünstiger sei der zweite Bauabschnitt. Führt das erste Teilstück durch Wengern ausnahmslos über die alte Elbschebahntrasse, verlassen die Ausflügler in Albringhausen bis zum Tunnel in Silschede immer wieder mal die Strecke auf den ehemaligen Bahngleisen.

Bis zur Stadtgrenze Wetter/Gevelsberg hat Straßen NRW viele Vermessungen erledigt, Fachleute begutachteten auch ökologischen Folgen. „Die Arbeiten sind nicht so aufwändig wie beim ersten Abschnitt“, sagt Heidenreich, „aber auch hier müssen wir Bauwerke instand setzen, viel Gehölz entfernen und Zufahrten neu bauen.“ Auch eine Gewerbefläche in Albringhausen führt dazu, dass nach dem Baubeginn 2018 (Fertigstellung im gleichen Jahr anvisiert) die Radler Umfahrungen in Kauf nehmen müssen. „An einigen Stellen würden wir sehr viel Natur zerstören und müssten wieder viele Abhänge sichern. Also nutzen wir parallel zur Trasse verlaufende Wege, was obendrein kostengünstiger ist“, erklärt Heidenreich. Ein tödlicher Unfall eines Radfahrers im Sauerland habe die Planer darin bestärkt, gelegentlich auf eine Wegführung unterhalb steiler Böschungen zu verzichten.

Da für den ersten Bauabschnitt rund vier Millionen Euro fällig werden, überschreiten die Gesamtkosten laut Straßen NRW die zunächst angegebene Summe von fünf Millionen Euro.