Paasmühle wagt Neustart des Vogelfestivals

In der Hattinger Paasmühle pflegt Thorsten Kestner unter anderem diesen verletzten Bussard.
In der Hattinger Paasmühle pflegt Thorsten Kestner unter anderem diesen verletzten Bussard.
Foto: Funke Foto Services
  • Das Vogelfestival am Kemnader See findet mit dem Verein Paasmühle als neuem Veranstalter statt
  • Rund 1000 Besucher werden an den beiden Tagen insgesamt erwartet
  • Es gibt unter anderem Informationen zu Operationen und Erster Hilfe für Vögel

Hattingen.. Majestätische Weißkopfseeadler schweben am Wochenende wieder über den Kemnader See: Dort veranstaltet der Verein Paasmühle am Samstag und Sonntag, 27./28. August, das Vogelfestival an der Zeche Gibraltar, am Nordufer des Sees.

Zuletzt gab’s das Festival rund um Vögel und Naturschutz vor fünf Jahren, seitdem kam allerdings kein neuer Termin mehr zustande. In diesem Jahr wagt der Verein Paasmühle aus Stüter nun als Veranstalter den Neustart.

Die Idee ist jedoch die alte geblieben. Besucher können am Wochenende die ganz großen Greifvögel im freien Flug beobachten, Experten informieren über Operationen und Erste Hilfe für Vögel, Vogel- und Naturschützer stellen ihre Arbeit vor. Außerdem präsentieren Hersteller Ferngläser und Kameratechnik, die sich zum Beobachten der Vögel am besten eignen.

Festival soll größer werden

Doch Vogel-Freund und Festival-Organisator Thorsten Kestner freut sich vor allem auf eines: „Das wird total beeindruckend, wenn wir die Adler über den See hauen.“ Die Tiere kommen extra aus der Greifvogelstation Hellenthal in der Eifel. Da müssen Besucher allerdings bezahlen, um den Weißkopfseeadler fliegen zu sehen. „Bei uns gibt’s das umsonst.“

Das Festival ist in diesem Jahr noch etwas kleiner geworden als ursprünglich geplant war. Das soll in den kommenden Jahren wieder anders werden. „Dann geht’s mehr um Tierschutz und Natur“, sagt Thorsten Kestner, der sich schon jetzt um die Organisation für das kommende Jahr kümmert.

Rund 1000 Besucher erwartet

Vogelschutz ist für den Verein Paasmühle kein Fremdwort. Er kümmert sich nach eigenen Angaben jährlich um 700 bis 1000 verletzte oder kranke Wildvögel. Auf dem Gelände an der Paasstraße versorgt Thorsten Kestner gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen die Tiere, bis sie wieder ausgewildert werden können. Was als Projekt von Tierschützer Thorsten Kestner begann, hat sich längst zum Selbstläufer entwickelt.So werden etwa Gelände und Zahl der aufgenommenen Tiere an der Paasmühle immer größer. Aktuell baut der Verein an einer Sumpf- und einer Wasservogelvoliere.Am Wochenende stellt selbstverständlich auch die Paasmühle ihre Arbeit beim Vogelfestival vor. Man wolle viele Menschen für Natur- und Tierschutz begeistern. Das sei Ziel der Veranstaltung. Zum Vogelfestival werden an beiden Tagen insgesamt rund 1000 Besucher erwartet. Die Paasmühle war auch bei den vergangenen Festivals dabei. Für das erste Mal als Veranstalter hat Thorsten Kestner eigentlich nur einen Wunsch: „Es wäre schön, wenn’s nicht regnet.“ Dabei geht’s nicht darum, dass er selbst nicht nass werden möchten. „Bei Regen ist die Thermik über dem See nicht gut. Dann fliegen die Adler nicht so schön, das wäre echt schade.“

 
 

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