Neuer Brückenschlag über Pferdebachstraße

Pferdebachstraße: Die alte Brücke wurde 2008 abgerissen.
Pferdebachstraße: Die alte Brücke wurde 2008 abgerissen.
Foto: WAZ
Witten. Radweg-Lückenschluss ist inzwischen fester Bestandteil der Pläne für den Straßenneubau.

Seit mehr als fünf Jahren plant die Stadt an der neuen Pferdebachstraße. Sie wird zwischen Ardeystraße und Rebecca-Hanf-Straße erneuert, neu zugeschnitten, an der heutigen „Schikane“ begradigt und angehoben, bekommt zwei neue Kreisverkehre. Fast schon sicher ist inzwischen, dass für die Radfahrer dabei ein attraktives Nebenprodukt abfällt – der herbeigesehnte Brückenschlag über die Pferdebachstraße.

Eine Radfahrer- und Fußgängerbrücke wäre das „Sahnehäubchen“ auf den im Sommer 2012 eröffneten Rheinischen Esel West. Die alte Bahnbrücke wurde 2008 abgerissen. Wegen der zu geringen Durchfahrtshöhe musste sie ohnehin fallen, hieß es damals. Außerdem konnte der Radweg am ehemaligen Güterbahnhof Witten-Ost nicht eins zu eins auf der alten Bahntrasse geplant werden – die Bahn will das Gelände dort unzerteilt veräußern.

Der neue Radweg sollte zunächst unten am neuen Kreisverkehr vorbei geführt werden. Inzwischen hat sich aber nicht nur bei Verkehrsplaner Andreas Müller, die die Straße überplant, die Überzeugung durchgesetzt: „Wir brauchen die Brücke, wir kriegen die Leute sonst nicht sicher über die Pferdebachstraße.“

Die geplante Wegführung

In dem Plan , den Müller jetzt im Verkehrsausschuss vorstellte, ist die Wegeführung mit der neuen Brücke eingezeichnet. Kommt man von Stockum , geht erste links eine Rampe zum Krankenhaus, dann rechts eine Rampe Richtung Arbeitsagentur ab. Dann schwingt sich eine 43 Meter lange Brücke mit seitlichem Bogen über die Pferdebachstraße. Sie endet an der vorderen Ecke des alten Bahnhofsgebäudes. Der alte Durchgang zum Bahnsteig muss dort abgerissen werden, um auch auf dieser Straßenseite eine Rampe zur tiefer liegenden Pferdebachstraße zu führen. Der Radweg führt dann in Richtung Annen direkt am ehemaligen Bahngebäude vorbei – die Parkplätze dort fallen weg.

Die Stadt hatte den Vorgänger-Plan überarbeiten müssen, aber nicht etwa weil der Bezirksregierung Arnsberg die Brücke beanstandet hätte. Vielmehr enthielt er ihr zu lange, zu hohe – und damit auch zu teure – Stützmauern. Im jetzigen Entwurf sind die Mauern nur noch auf zehn statt auf 80 Metern höher als vier Meter. Dafür müssen längere Böschungen angelegt werden.

Wie die Brücke aussehen wird, steht noch nicht fest. Witten könne sich selbstverständlich nur eine „einfache Brücke“ leisten, so Müller. Aus praktischen Erwägungen sei eine Stahlbrücke sinnvoller als eine Betonbrücke: Der Fahrbahnunterbau ist dünner, die Brücke muss nicht so hoch angelegt werden – weniger Steigung für Radfahrer.

 
 

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