Nach Aktenzeichen "XY ungelöst" schon 55 Hinweise zum Tod von Christian Marks

Christian Marks' Eltern, Astrid und Andreas Marks, hoffen, dass sich der Unfallfahrer oder die Unfallfahrerin bei der Polizei meldet.
Christian Marks' Eltern, Astrid und Andreas Marks, hoffen, dass sich der Unfallfahrer oder die Unfallfahrerin bei der Polizei meldet.
Foto: Thomas Nitsche/WAZ-Fotopool
Nach der Ausstrahlung eines Beitrag in der ZDF-Sendung „XY“ sind bis Donnerstagmittag schon 55 Anrufe zum Fall des ums Leben gekommenen Christian Marks bei der Polizei und beim Sender eingegangen. „Es gab Hinweise auf Personen und auch zum Unfallwagen“, so ein Polizeisprecher. Bei einigen Tipps müsse man ermitteln.

Witten. „Aktenzeichen XY... ungelöst“ berichtete Mittwochabend im ZDF über Christian Marks. Der 20-jährige aus Witten-Herbede war am 1. November 2010 auf der Rüsbergstraße überfahren worden und gestorben. Bis Donnerstagmittag sind bereits 55 Hinweise und Tipps bei der Polizei und dem ZDF zum Fall eingegangen.

„Der entscheidende Treffer ist leider noch nicht dabei. Aber es gab Anrufe, nach denen müssen wir sicherlich noch ermitteln“, so Polizeisprecher Volker Schütte. Neben Hinweisen zu Personen gebe es auch welche zum Unfallwagen. „Natürlich gibt es auch Menschen, die immer anrufen, wenn eine Telefonnummer im Fernsehen veröffentlicht wird. Und es gab Tipps, die wir schon kennen.“

Unfallfahrer wohl ein Ortskundiger

Die Polizei gehe davon aus, betont Schütte, dass es sich bei dem Unfallfahrer oder der -fahrerin „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ um einen Ortskundigen handele. „Die Rüsbergstraße liegt ganz ländlich und ist auch keine allgemein bekannte Abkürzung für Autofahrer.“ Schütte glaubt, dass sich der oder die Gesuchte den Beitrag in „XY“ angesehen habe. „Das Gezeigte könnte die Person oder einen Mitwisser motivieren doch noch nach vier Jahren sein Gewissen zu erleichtern.“

Die Eltern von Christian Marks hatten ihre Hoffnung auf die TV-Sendung gesetzt. Der ungeklärte Unfalltod ihres Sohnes quält sie bis heute.