Möpse auf dem roten Teppich

Auf der Himmelfahrtskirmes darf der Autoscooter nicht fehlen. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Auf der Himmelfahrtskirmes darf der Autoscooter nicht fehlen. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
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Witten.. Rückwärts, vorwärts, rundherum - auf den Karussells der 319. Himmelfahrtskirmes ist für jeden etwas dabei. Vorher ein Softeis oder einen Backfisch verputzt und schon lässt sich die Fahrt viel besser genießen.

Manch einer gönnt sich lieber die Ruhe im Weindorf vor der Sparkasse. Beim zweiten Mopsrennen standen dagegen die Vierbeiner im Mittelpunkt.

Hechelnd und japsend kommen sie im Ziel an und holen sich ihr Leckerchen ab. Man könnte meinen, es handele sich um die Besucher der Kirmes, die sich dank des sonnigen Wetters an einem der Getränkestände abkühlen wollen, aber nein: Die rennenden Möpse sind gemeint. 40 nahmen am diesjährigen Wettbewerb teil, jeweils einer von ihnen rannte über den 50 Meter langen roten Teppich. Oft liefen Herrchen oder Frauchen vorweg, um ihre Liebling zu animieren. Nach vier Durchläufen konnte es allerdings nur einen Sieger geben: den zweijährigen Carlos. Mit einer Zeit von 7,59 Sekunden schlug er den Zweit- und Drittplatzierten Vito und Oskar und sicherte sich den begehrten Fresskorb mit Wurst und Hundefutter. Für sein Herrchen gab es ein kühles Getränk, schließlich ist er die Strecke auch gelaufen.

Auf der Kirmes ist währenddessen viel los. Familien, Jugendliche und Rentner bahnen sich ihren Weg durch die Menschenmassen, die sich die Ruhr- und Bergerstraße hoch und hinunter schieben. Am Samstagvormittag lassen es sich die ansässigen Einzelhändler nicht nehmen, eine Show auf die Bühne zu bringen. Wie zum Beispiel den Magier Tarek Janota (18). Dieser sperrt seine Helferin Aurelia Kolben (13) in einen Kasten und spießt sie mit Schwertern auf. Dramatische Musik, ein Schreckmoment und lächelnd steigt Aurelia unbeschadet aus dem Kasten heraus. Neben dem Zauberer gab es unter anderem noch eine Modenschau und Hairstyling für jedermann.

Zwei neue Karussells gibts auf der Kirmes -mit jeder Menge Umdrehungen. Der „Aviator“ ist für Familien gedacht, die Gondeln drehen sich gemächlich in rund 17 Meter um das Zentrum. Der elfjährige Armin findet das Karussell „lahm“. Nach seinem Geschmack ist da schon eher das wie eine Krake aussehende „Rocket“. Wie eine Schiffschaukel schwingen die Gondeln hoch in die Luft und drehen sich dabei noch wie ein Bohrkopf. Armin gefällts. Seiner Mama weniger. Auf die Frage: „Mama, gehen wir nochmal?“ drückt sie ihrem Sohn Geld in die Hand und murmelt: „Geh alleine, du bist schon groß.“

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