Menschen, die sich einsetzen

Zum ersten Mal in ihrer Geschichte sind die sieben Wittener Service-Clubs gemeinsam öffentlich aufgetreten und haben Bürger am Sonntag zu einem intensiven Dialog eingeladen. Das Motto der Veranstaltung lautete: „Wir für Witten“.

Am Schleusenwärterhaus in Heven haben die Clubs ihre aktuellen Projekte vorgestellt. Zeitpunkt und Ort waren gut gewählt. Denn bei herrlichem Sommerwetter herrscht am Ruhrufer am Sonntagnachmittag in der Regel Hochbetrieb. So blieben viele Spaziergänger und Radfahrer an den Informations-Pavillons stehen.

Besonderes Aufsehen erregten die zahlreichen Tische, die im Laufe des Nachmittags von fleißigen Händen festlich gedeckt wurden – für ein Treffen mit geladenen Gästen bei Live-Musik und Lagerfeuer am Abend. Den Erlös dieses Events wollen die Service-Clubs in soziale Projekte der Wabe stecken. „Mit der Wabe für die Wabe“ – so Detlef Mache vom Lions-Club Witten.

Die Clubs seien auf der Suche nach einem gemeinsamen Nenner, denn schließlich hätten sie im Prinzip ja dieselben Ziele, betonte Mache. „Zusammen könnten wir übergreifende Projekte entwickeln, die wir in Angriff nehmen. Die Aufgaben in einer Stadt wachsen den Kommunen mehr und mehr über den Kopf.“ Eine Idee wäre etwa ein gemeinsames Engagement in der Flüchtlingshilfe.

Rund 250 Wittener setzen sich in den sieben Service-Clubs der Stadt ehrenamtlich für andere Menschen ein. Mit dem gemeinsamen Auftritt am Schleusenwärterhaus ist der erste Schritt zu einer Kooperation getan. „Mit intensiven Gesprächen wollen wir diesen Prozess fortsetzen“, betonte Connie Gehrken von den Soroptimisten Witten Ruhr – eine Organisation berufstätiger Frauen, die es weltweit gibt.

Harkort-Skulpturen im Gepäck

Die Clubs sind mit vielen Projekten aktiv – etwa der Migrantenförderung, im Frauenhaus, bei den Aktionen „1000 Stimmen gegen Gewalt“ und den „Stolpersteinen“. Am Sonntag wurden interessierte Bürger nicht nur mit Informationen versorgt, angeboten wurde auch sommerliche Unterhaltung. Kleine Besucher konnten sich auf einer Hüpfburg austoben, ein Glücksrad drehte sich, es gab auch eine Button-Maschine. Die Eltern konnten unterdessen fair gehandelten Kaffee genießen.

Ein Ehrengast war der Lions Club Wetter. Im Handgepäck hatte Dr. Volker Reichling, der ehemalige Präsident des Wetteraner Clubs, ein Dutzend Kunststoff-Skulpturen, die den Unternehmer Friedrich Harkort (1793-1880) zeigen. Diese sollen bei einem „Benefiz-Kunstevent“ am kommenden Wochenende am Harkortsee verkauft werden. Der Erlös wird dem Kinderschutzbund zugute kommen.

 
 

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