Marktweg ist ideal für Eltern, Kind und Hund

Straßenserie in Witten am 25.06.2015 im Marktweg Joanna Ganszczyk, 34 mit Maximilian, 4 und Freundin Katharina Polinowski Foto Barbara Zabka
Straßenserie in Witten am 25.06.2015 im Marktweg Joanna Ganszczyk, 34 mit Maximilian, 4 und Freundin Katharina Polinowski Foto Barbara Zabka
Foto: Barbara Zabka / FUNKE Foto Services
Unsere Straßenserie geht weiter: Heute widmen wir uns dem Marktweg in Annen, ein gut einen Kilometer langes Stück zwischen Herdecker - und Kreisstraße.

Der Annener Marktweg ist eine Straße zum Wohnen und Wohlfühlen. Es gibt keine Geschäfte – nicht mal einen Kiosk. Die Straße, die Herdecker Straße und Kreisstraße verbindet, verläuft sehr geradlinig und ist mit 1058 Metern einen guten Kilometer lang. Sozialstruktur und Bausubstanz sind bunt gemischt. Gepflegte Vorgärten und üppig bepflanzte Balkone sieht man jedoch überall.

Der Marktweg ist eine verkehrsberuhigte 30er-Zone. Zahlreiche Pflasterkissen machen Rasern das Leben heute schwer. Die Steinschwellen wurden in den 80er Jahren eingebaut, nachdem ein Schulkind bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Wir haben dort mit Anwohnern gesprochen.

Ich wohne seit mittlerweile 41 Jahren hier – im Elternhaus meiner Frau Marlies. Wir sind stolz auf unser schönes altes Haus. Es wurde 1908 erbaut und wir fühlen uns sehr wohl. Ich möchte sagen, in den alten Häusern wohnen auch die älteren Menschen. Die Nachbarn rechts und links kennen wir schon lange. In den Mietshäusern gegenüber wohnen jetzt ebenfalls nette Mieter. Es gibt nur wenig Autoverkehr.“
Horst Paulmann, 74

Unser Haus ist ein klassisches Drei-Generationen-Haus. Ich bin seit 40 Jahren hier heimisch. Und für unseren fünfjährigen Enkel Damian ist es ein richtiges Paradies. Die Nachbarschaft ist sehr nett. Seit Jahren sind wir alle zusammengewachsen und auch gemeinsam älter geworden. Die jungen Familien, die jetzt kommen, passen ebenfalls gut in unsere Gemeinschaft. Die Infrastruktur ist in Ordnung. Früher gab es hier sogar einen Bäcker und einen kleinen Tante-Emma-Laden. Aber die Zeiten sind vorbei. Heute fahren wir zum Einkaufen mit dem Auto nach Annen. Auch die Bushaltestellen sind nicht weit. Zum Glück gibt es nur wenig Durchgangsverkehr und Raser. Die enge Straße und die Schwellen bremsen sie.“
Renate Weiß, 73

Es ist ideal für Kinder, wenn man hier wohnt. Deshalb haben wir vor zwei Jahren auch diese Wohnung gekauft. Mein kleiner Maximilian fühlt sich hier sehr wohl. Hinter dem Haus gibt es einen Spielplatz und seine Spielkameraden wohnen nur ein paar Schritte weiter. Als ich noch keinen Führerschein hatte, war das Einkaufen eine beschwerliche Schlepperei. Aber jetzt ist alles toll.“
Joanna Ganszczyk, 34


Wir sind wegen dem nahen Steinbruch Imberg und unserem Hund hergezogen. Da kann man nämlich wunderbar spazieren gehen. Leider zieht unser Nachbar Christian bald weg – ins Hessenland. Parkplätze für Gäste sind leider Mangelware.“
Susanne Kiepul, 49

Wir haben lange gesucht und endlich das Richtige gefunden. Als ich das Haus zum ersten Mal gesehen habe, war ich sofort verliebt. Ich wusste gleich, das und kein anderes. Und meinem Mann Bernd ging es ebenso. Der Garten ist mehr als ein Traum. Wir finden, dass unser künftiges Zuhause genau am richtigen Fleck steht.

Als eingefleischte Wittenerin weiß ich, dass der Marktweg eine gute Adresse ist. Es ist ein bisschen gemischt. Hier wohnen junge, mittelalte und alte Menschen beisammen. Wir freuen uns riesig, aus der Stadt wegzuziehen und hierherzukommen. Vor Aufregung haben wir heute Nacht kaum geschlafen. Denn heute ist die Schlüsselübergabe. Deswegen treffen wir uns jetzt mit den supernetten Vorbesitzern Klaus Genster und Margareta Horstmeyer. Die haben lange Jahre hier gewohnt. Schließlich ist es das Haus der Großeltern von Herrn Genster.

Ich glaube, die beiden gehen mit einem lachenden und einem weinenden Auge in ihre neue Heimat nach Bad Rothenfelde. Der Verkäufer hat mir erzählt, dass sie wegziehen, weil Einbrecher da waren und sie sich nicht mehr sicher fühlen. Das kann ich verstehen.

Ich glaube, dass ich hier sehr glücklich werde. Eine verkehrsberuhigte Straße, gepflegte Gärten und Balkone. Und ich bin mir sicher, dass wir hier auch ganz tolle Nachbarn haben werden.“
Anja Reinken, 44

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