Lange Nacht der Ausbildung

Die erste Wittener Nacht der Ausbildung startet am 29. Juni bei der KarriereWerkstatt.Das Plakat dafür hängt Furkar Özcan, 20 Jahre, Zerspanungsmechaniker im 2. Ausbildungsjahr, in der Werkstadt der Deutschen Edelstahlwerke auf. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Die erste Wittener Nacht der Ausbildung startet am 29. Juni bei der KarriereWerkstatt.Das Plakat dafür hängt Furkar Özcan, 20 Jahre, Zerspanungsmechaniker im 2. Ausbildungsjahr, in der Werkstadt der Deutschen Edelstahlwerke auf. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Foto: Walter Fischer

Witten.. Eine normale Ausbildungsmesse, wie man sie aus Bochum und Ennepetal kennt, ist Ute Dreher von der Karrierewerkstatt nicht gut genug. Deswegen gibt es nun die erste Wittener Nacht der Ausbildung am 29. Juni auf dem Gelände der Deutschen Edelstahlwerke (DEW).

„Es sollen wirklich nur die Jugendlichen kommen, die auch Lust dazu haben“, erklärt Ute Dreher, Geschäftsführerin der Karrierewerkstatt. Deshalb habe man sich bewusst für einen Freitagabend ab 17 Uhr mit anschließender Jugenddisco entschieden.

Gemeinsam mit den Stadtwerken und der Wirtschaftsförderung der Stadt Witten haben sich die DEW und die Karrierewerkstatt ein einfaches Konzept überlegt: 37 Unternehmen, vornehmlich eher kleine Firmen, kommen mit Infoständen auf das Gelände der DEW und präsentieren sich. 25 der Firmen haben sogar noch Ausbildungsplätze für das Jahr 2013 im Gepäck. Damit die Theorie nicht zu trocken wird, bieten sechs Unternehmen wie Bosch Rexroth Touren in den Betrieb an. „Dort können die Jugendlichen dann den Job etwas genauer kennenlernen und auch direkt einmal etwas arbeiten“, so Dreher. Mit Shuttlebussen wird man zu den Firmen gebracht.

Der wichtigste Unterschied gegenüber normalen Ausbildungsmessen: Die Eltern sind ebenfalls eingeladen. Während die Messen sonst meistens von Schulklassen besucht werden, können sich hier die Erziehenden einbringen und ihrem Junior mit Rat zur Seite stehen. Denn für Ute Dreher ist klar: Die Eltern haben ein Mitspracherecht. „In 85 Prozent der Fälle entscheiden die Mütter über den Werdegang des Kindes mit. Nicht der Vater, wie man vielleicht denken mag.“

Nicht nur den Schülern ab der achten Klasse und aufwärts soll eine Chance gegeben werden, nach dem richtigen Arbeitsplatz zu suchen. Eher unbekannte Firmen wie das Eisenwerk Böhmer oder die Seventi Lichtbildmanufaktur bekommen eine Möglichkeit, nach Azubis zu suchen. Denn die Ausbildungslage in den kleineren Betrieben sei schlecht, so Uwe Träris, Geschäftsführer der Stadtwerke: „Wir können uns nicht beklagen, haben wir doch jede Menge Zulauf. Die kleineren Betriebe machen mir mehr Sorgen.“

Eine Tombola und die abschließende Jugenddisco lockern die Ausbildungsmesse etwas auf. Für die Eltern bieten die DEW als Abschluss eine Führung durch den Betrieb an. Um Mitternacht ist dann Schluss.

Eintrittskarten für die erste Wittener Nacht der Ausbildung kosten 1,50 Euro und sind ab dem 4. Juni in der Werkstadt, dem Stadtmarketing, der Sparkasse, bei den Stadtwerken und der Karrierewerkstatt zu bekommen.

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