Kreisjägerschaft fühlt Politikern auf den Zahn

Gegen die geplante Novellierung des Landesjagdgesetzes laufen nicht nur die Jäger im EN-Kreis Sturm.
Gegen die geplante Novellierung des Landesjagdgesetzes laufen nicht nur die Jäger im EN-Kreis Sturm.
Foto: dpa
Die geplante Neufassung des Landesjagdgesetzes bringt die Kreisjägerschaft auf den Baum. Jetzt knüpft sie sich ihre heimischen Abgeordneten vor.

Witten..  Die Kreisjägerschaft EN und Hagen will in einer gemeinsamen Lokalkonferenz am Dienstag in Wetter von den heimischen Landtagsabgeordneten erfahren, wie sie zu strittigen Punkten des neuen Landesjagdgesetzentwurfs stehen und „wie sie gedenken, sich in den weiteren politischen Entscheidungsprozess auf Landesebene einzubringen“.

Im Oktober und November hatte der Landesjagdverband NRW in fünf Regionalkonferenzen auf die, wie es seitens der Kreisjägerschaft heißt, „Fehler“ im Gesetzesentwurf hingewiesen. Die zahlreichen Hinweise von Fachleuten und der stellenweise fraktionsübergreifende Konsens zu Änderungen seien dennoch bisher nur teilweise und völlig unzureichend aufgegriffen worden.

„Gesetz diskreditiert Leistungen der Jäger für Natur und Gesellschaft“

Der im November in den Landtag eingebrachte Gesetzentwurf enthält nach Ansicht der Kreisjägerschaft immer noch zahlreiche Verschlechterungen für die Jagd sowie den Tier-, Natur- und Artenschutz. Das Gesetz diskreditiere zudem die „unbestrittenen Leistungen“ der Jäger für Natur und Gesellschaft, wie es heißt. Es stelle ein Misstrauensvotum für den gesamten ländlichen Raum dar.

Das Gesetz lasse die Möglichkeit für weitere Verschärfungen zu. Das Motto der Landesregierung „Betroffene zu Beteiligten machen“ werde ins Gegenteil verkehrt. „Hier werden Beteiligte zu Betroffenen gemacht“, kritisiert Karl-Heinz Reinke, Vorsitzender der Kreisjägerschaft Ennepe-Ruhr.

„Hier werden Beteiligte zu betroffenen gemacht“

Zu der Lokalkonferenz sind auch Kommunalpolitiker, Mitglieder, Partner der Jägerschaft im ländlichen Raum und alle weiteren Interessierten eingeladen. Sie beginnt um 19 Uhr in der Elbschehalle in Wengern, Elbscheweg 12.

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