Kreis-Piraten fordern Kastrationspflicht für Katzen

Die Fraktion von Freien Wählern und Piraten im Kreistag hat die Einführung einer Katzenschutzverordnung mit Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für freilaufende Katzen im EN-Kreis beantragt.

Anders als bei Wildtieren regelt sich die Populationsdichte bei freilaufenden, domestizierten Katzen nicht auf natürliche Weise, teilt die Fraktion mit. Unkastrierte Katzen könnten sich zwei- bis dreimal im Jahr fortpflanzen. Das sei auch im Ennepe-Ruhr-Kreis ein Problem.

Größere wild lebende Katzenpopulationen erhöhten die Gefahr der Ausbreitung von Katzenkrankheiten und damit von kranken und leidenden Tieren erheblich, stellen Piraten und Freie Wähler fest. Gesundheitliche Gefahren für Menschen und andere Tiere seien nicht ausgeschlossen.

Vize-Fraktionsvorsitzender Chris J. Demmer sieht hier Handlungsbedarf: „Bisher kümmern sich Vereine ehrenamtlich um die wilden Populationen auf den Straßen des Kreises. Der im Grundgesetz verankerte Tierschutz fordert aber die Politik auf, unnötiges Leid abzuwenden.“

Entlastung örtlicher Tierheime

Die Kastrations- und Kennzeichnungspflicht für Freigänger-Katzen stelle einen Lösungsweg für das Problem dar. Sie nehme neben dem Kreis auch die Halter der Tiere in die Verantwortung. Mit einem steigenden Anteil sterilisierter Katzen und Kater an der Gesamtpopulation sinke die Menge des unerwünschten und nicht vermittelbaren Nachwuchses. Die Kennzeichnung und Registrierung dienten der Identifizierung der Tiere. So könne eine entlaufene und aufgefundene Katze auch schnell und einfach wieder ihrem Besitzer zugeführt werden, glauben Piraten und Freie Wähler. Dies führe dauerhaft zu einer Entlastung der örtlichen Tierheime, die schon heute an ihre Kapazitätsgrenzen stießen. Bei der Planung und Umsetzung der Katzenschutzverordnung soll die Veterinärbehörde des Ennepe-Ruhr-Kreises eng mit örtlichen Tierschutzorganisationen zusammenarbeiten, fordert die Fraktion.

 
 

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