Jahreswechsel an Steuer und Trage

Katharina Damsky (20) als Rettungshelferin sowie die Rettungsassistenten Malte Engelhard und Christian Schuh (r.) besetzen den zusätzlichen Rettungswagen des DRK an Silvester.
Katharina Damsky (20) als Rettungshelferin sowie die Rettungsassistenten Malte Engelhard und Christian Schuh (r.) besetzen den zusätzlichen Rettungswagen des DRK an Silvester.
Foto: Michael Korte
Team des DRK verzichtet in der Silvesternacht auf Partys und rettet ehrenamtlich Leben.

Witten..  An Silvester auf den Alkohol verzichten und für die Menschen da sein, die zu viel davon hatten oder die plötzlich erkranken. Für Christian Schuh und seine beiden Kollegen ist das eine Selbstverständlichkeit. Als Besatzung des Rettungswagens des Deutschen Roten Kreuzes verstärkten sie auch bei diesem Jahreswechsel ehrenamtlich den Dienst. Von 19 Uhr bis 7 Uhr morgens verzichteten sie auf private Partys und auf Schlaf.

Drei Rettungswagen mit hauptamtlicher Besatzung sind jedes Jahr in der Silvesternacht im Einsatz: von der Feuerwehr, dem DRK und dem ASB. Doch eigentlich reicht das nicht aus. „Zusätzlich zu den normalen Unfällen und Erkrankungen wird mehr getrunken und es kann zu Verletzungen mit Feuerwerkskörpern kommen“, weiß Christian Schuh. Der Einsatz der Ehrenamtlichen sei daher meist unverzichtbar.

Auf den besonderen Einsatz in der Silvesternacht bereiten sich Schuh und seine Mitstreiter gut vor. Zwar ist der Rettungswagen mit seiner Fülle an Technik und Material genauso beladen wie bei allen anderen Fahrten, aber die Besatzung weiß, dass es eine lange und arbeitsreiche Nacht werden kann. Während andere daheim die letzten Partyvorbereitungen treffen, verordnen sich die Ersthelfer einen ausgiebigen Mittagsschlaf. Schließlich werden sie bis in die frühen Morgenstunden kein Auge zutun dürfen.

„Die ersten Einsätze finden klassischerweise in Witten statt“, sagt Christian Schuh. „Aber wenn alle Fahrzeuge unterwegs sind, verschiebt sich das.“ Bis Hattingen, Herdecke oder sogar Bochum kann sein Rettungswagen, der an der Annenstraße auf Einsätze wartet, im Notfall abberufen werden. „Erfahrungsgemäß ist zwischen 22 Uhr und 4 Uhr morgens sehr viel zu tun. Aus meiner Sicht fühlte es sich diesmal aber ruhiger an als in den letzten Jahren“, sagt Christian Schuh sehr zufrieden.

Sieben Fahrten absolvierte sein Rettungswagen diesmal. In den Vorjahren seien es häufig ein Dutzend gewesen. „Es gab diesmal natürlich wieder einige Zwischenfälle, die auf Feiern und Alkoholkonsum zurückzuführen waren“, resümiert er. „Aber es waren viele der alltäglichen Einsätze, die man auch sonst oft erlebt.“ Von 23 Uhr bis kurz nach Mitternacht sei es diesmal komplett ruhig gewesen. So konnten die Ehrenamtler auch selbst ein wenig den Jahreswechsel genießen.

 
 

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