Internet im EN-Kreis soll schneller werden

Der Ausbau des schnellen Internets im Ennepe-Ruhr-Kreis bekommt einen zusätzlichen Schub: Ulrich Schilling, Breitbandbeauftragter des Kreises, konnte jetzt in Berlin einen Förderbescheid über 50 000 Euro entgegennehmen. Mit dem Geld unterstützt der Bund Ausgaben für Beratungen. „Der 100-prozentige Zuschuss ermöglicht es uns, externes Fachwissen für Analyse und Planung des schnellen Internets einzukaufen und so die Grundlage für weitere Förderanträge für konkrete Projekte zu legen“, erklärt Schilling.

Er sehe die Zuwendung als weiteren Schritt auf dem Weg, möglichst viele Fördermittel in den Ennepe-Ruhr-Kreis zu holen. Damit will er insbesondere den kleineren Ortschaften und Siedlungen helfen, in denen mangels Wirtschaftlichkeit ohne öffentliche Förderung keine Aussicht auf einen adäquaten Netzausbau besteht.

„Wirtschaftliche Entwicklung, Lebensqualität und Perspektiven im und für den Ennepe-Ruhr-Kreis und seine Menschen hängen entscheidend von schnellen Datenleitungen ab. Je flächendeckender sie verfügbar sind, desto besser für uns als Standort und Lebensraum. Ein gutes Breitbandnetz gehört neben einer sicheren Energieversorgung und belastungsfähigen Verkehrsanbindungen längst zum Zukunfts-Dreiklang“, freut sich Landrat Olaf Schade über die positive Entscheidung des Bundes.

Seit Beginn des Bundesprogramms Ende letzten Jahres hat das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur bereits mehr als 330 Förderanträge genehmigt. Die Mittel sollen dazu beitragen, unterversorgten Gebieten bis 2019 einen schnellen Netzzugang zu ermöglichen und so genannte weiße Flecken verschwinden zu lassen. Dafür stellt der Bund insgesamt 2,7 Milliarden Euro bereit. Während Beratungsleistungen vollständig gefördert werden, liegt der Fördersatz für die eigentlichen Infrastrukturprojekte bei 50 Prozent. Da das Bundesprogramm mit Förderprogrammen des Landes kombinierbar ist, kann der Förderanteil auf bis zu 90 Prozent gesteigert werden.

 
 

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