Herbeder Oktoberfest wird zum Schießen

So schön war’s im letzten Jahr auf dem Oktoberfest Herbede.
So schön war’s im letzten Jahr auf dem Oktoberfest Herbede.
Foto: WAZ FotoPool
Straßengaudi in Witten lockt mit Biathlon-Wettbewerb, Greifvogelspektakel, Riesenrad, Kirmes, Kunsthandwerk und viel Musik auf zwei Bühnen.

Witten..  Im letzten Jahr buhlte man um das fescheste Dirndl auf dem Herbeder Oktoberfest, in diesem Jahr wird der Wettkampf sportlich: Ein Schwerpunkt der dreitägigen Gaudi vom 2. bis 4. Oktober wird eine „Biathlon Challenge“ mit Lasergewehren am Samstag sein. Kinder können sich auf ein Greifvögelspektakel am Sonntag freuen.

Mit dem Biathlon-Wettbewerb könnte das Stadtmarketing ins Schwarze getroffen haben, denn in anderen Städten komme die Tour sehr gut an. Dahinter steckt die Firma „IQ-Sport“, die 2009 die Lasertechnik für Sportschützen entwickelt hat. 2012 stellten sie bereits die Technik für die Olympischen Spiele, und sie ist auch groß beim Biathlon auf Schalke dabei. Zuvor tingelt Entwickler Klaus Kremer über Stadtfeste und wirbt für den Sport. Eine Laserpistole oder ein -gewehr sieht aus wie ein gängiges Schießeisen. Es knallt auch beim Abzug, und doch wird nur ein Lichtstrahl abgeschossen, der selbst für die Augen ungefährlich ist.

In Witten schießt man in einem Abstand von zehn Metern auf fünf Scheiben. Statt Skifahren dreht man die Runden auf einem Crosstrainer. Aber ein „Nordic-Cross-Skating Parcours“ – das sieht aus, wie Inlinern mit Stöcken – sorgt für a bisserl Schneegefühl. Kremers Firma baut ihren Stand am Freitag (10 bis 18 Uhr) in der Stadtgalerie auf, am Samstag (13 bis 22 Uhr) am Platz an der Schmiede in Herbede. Wittens bester Athlet erhält Tickets für den Biathlon auf Schalke. Die Teilnahme ist kostenlos.

Am Platz an der Schmiede rückt am Tag darauf, dem Sonntag, die Natur in den Blickpunkt (11 bis 18 Uhr). Es spielen die Jagdhornbläser vom Hegering Herbede, die Falknerei Eulenhof zeigt drei Greifvögelshows. Dabei fliegen die Vögel frei übers Festgelände. Hinzu kommen Bastel- und Spielangebote der rollenden Waldschule, der „Honigbären“-Imker aus Vormholz und der Buchholzer Pfadfinder.

18 Meter hohes Riesenrad

Das zünftige Drumherum darf nicht vergessen werden: Denn auf Meesmannstraße, Rautertstraße und dem Platz an der Schmiede locken Kirmes und Kunsthandwerkermarkt, Musik und Künstler. Erstmals wird in der Meesmannstraße ein 18 Meter hohes Riesenrad den Blick über den Stadtteil ermöglichen. Auch am Sonntag haben die Geschäfte geöffnet. Auf zwei Bühnen läuft Programm: vorm Markuszentrum spielen Herbeder Bands Rock und Pop, es singen die Kindergartenkinder und Gospelgruppen. Auf der zweiten Bühne vor Gassmann laufen Oldies, Schlager, Volkstümliches.

Ja mei, was fehlt? Stadtschänke-Wirtin Ulrike Mittelkötter hat schon das Dirndl angezogen und den Obazda angerührt. Mit 10 000 Besuchern rechnen die Veranstalter. Braucht’s also nur noch goldiges Oktoberwetter.

 
 

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