Großes Graffiti zum Welt-Aids-Tag

Aktionen zum Welt-Aids-Tag: Hier bilden Bochumer Schüler eine rote Schleife, die ein Symbol der Solidarität mit Aids-Kranken und HIV-Infizierten ist.
Aktionen zum Welt-Aids-Tag: Hier bilden Bochumer Schüler eine rote Schleife, die ein Symbol der Solidarität mit Aids-Kranken und HIV-Infizierten ist.
Foto: Dietmar Wäsche / WAZ FotoPool

Witten. Zum Welt-Aids-Tag an diesem Samstag (1.12.) starten Schüler des Ruhr-Gymnasiums mit der Kindernothilfe eine große Graffiti-Aktion.

In der Innenstadt entsteht ab elf Uhr ein buntes Kunstwerk unter Anleitung des professionellen Graffitikünstlers Aleks van Sputto. Damit wollen die Schüler die Kampagne „Versprechen halten“ unterstützen.

Die Schüler wollen mit der Aktion auf die schlimmen Folgen der weltweiten HIV-/Aids-Pandemie aufmerksam machen. Nach Angaben der Veranstalter leben heute rund um den Globus mehr als 33 Millionen Menschen mit dem HI-Virus. Allein im vergangenen Jahr starben mehr als zwei Millionen Patienten an den Folgen der Krankheit und noch mehr Menschen haben sich neu mit dem Virus infiziert.

Besonders in den ärmsten Ländern der Welt sei die Krankheit zu einer unkontrollierbaren Seuche geworden, die die Armut weiter verschärft habe. In einigen Ländern des südlichen Afrikas sind mehr als 20 Prozent der Bevölkerung HIV-positiv.

Die Graffiti-Aktion ist ein Beitrag zur Kampagne „Versprechen halten - Aids besiegen“ des Aktionsbündnisses gegen Aids, in dem auch die Kindernothilfe aktiv ist. Der „Globale Fonds“ zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria ist das weltweit wichtigste Finanzierungsinstrument im Gesundheitsbereich, allerdings fehlen dem Fonds zurzeit rund 1,5 Milliarden Euro.

Die Kindernothilfe und das Aktionsbündnis gegen Aids fordern im Rahmen der Kampagne die Bundesregierung auf, ihre Versprechen tatsächlich zu halten und dem Globalen Fonds in den Jahren 2013 bis 2015 mindestens 400 Milliarden Euro zur Verfügung zu stellen.