Großeinsatz gegen Unkraut

Der Kampf gegen das Unkraut tobt derzeit in vielen Stadtgebieten. Wie hier an der Ecke Röhrchenstraße/Parkweg, wo es zuvor schlimm aussah. Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool
Der Kampf gegen das Unkraut tobt derzeit in vielen Stadtgebieten. Wie hier an der Ecke Röhrchenstraße/Parkweg, wo es zuvor schlimm aussah. Foto: Michael Korte / WAZ FotoPool

Witten.. Vor zwei Wochen pflückte noch eine Passantin am Saalbau-Kreisel Löwenzahn für ihr Kaninchen. Jetzt sieht es in den dortigen Beeten piccobello aus.

Was das Kaninchen vermutlich ärgert, erfreut dagegen zahlreiche Wittener Bürger, auch an anderen ehemals zugewucherten Schandflecken in der Stadt. „Endlich kann man hier wieder sitzen, ohne dass einem das Unkraut bis zum Knie steht“, meint etwa ein Anwohner der Schützenstraße. Er hat es sich mit einem Nachbarn auf der Bank in der Sitzecke am Abgang zur Pestalozzischule gemütlich gemacht.

„Am Mittwochmorgen ist ein Gärtnertrupp mit Geräten und Wagen hier gewesen. Nach nur wenigen Stunden hatten die hier alle Beete vom Unkraut befreit. Und sie haben das Zeug auch gleich mitgenommen, super“, meint der Anwohner. Dasselbe habe er auch in der nahe gelegenen Röhrchenstraße beobachtet.

Dort, an der Ecke zum Parkweg, trifft man am Mittwochmittag den Trupp der von der Stadt beauftragten Fremdfirma Tolgay bei Restarbeiten in diesem Bereich an. Einer der Männer hat auch das mehrere Meter längs der dortigen Sitzeckenmauer wuchernde Unkraut beseitigt. „Eigentlich gehört diese Stelle nicht zu unserem Auftrag. Aber ich habe es weg gemacht, weil es mein Auge beleidigt“, erklärt der Mitarbeiter.

Ein weiterer Trupp der Fremdfirma aus Radevormwald ist an diesem Tag am Saalbau mit der Entfernung von Unkraut aus Beeten und Pflastersteinfugen beschäftigt. „In der letzten Woche waren wir in Stockum unterwegs. Da stand das Unkraut teil einen Meter hoch, sowas habe ich selten erlebt“, erzählt der Vorarbeiter. Besonders stolz sei er darauf, wie gepflegt es nach dem Einsatz seines Trupps nun an der Hörder Straße aussehe.

Aber auch die Mitarbeiter des Grünflächenamtes waren in Sachen Wildwuchsbekämpfung und Blumenneupflanzung in den letzten Wochen im Großeinsatz. „Die haben richtig Gas gegeben“, lobt Markus Bürger, der von seinem Büro in der Villa Lohmann auf den Stadtpark schaut. Das Beet rund um die markante Böckchen-Skulptur beispielsweise wurde in der letzten Woche mit Silberblatt sowie rotem und blauem Salbei bepflanzt. Eine Mitarbeiterin des Grünflächenamtes schneidet gerade die Ränder der Wege durch den Park. Und im großen, S-förmigen Beet hinter der Villa Lohmann locken viele „fleißige Lieschen“ in knallroten Farben zum Stadtparkbesuch.

Diese Einladung nehmen denn auch zahlreiche Wittener in diesen warmen Tagen an. Sie sitzen auf den Bänken in der Sonne oder liegen entspannt auf der großen Wiese. So auch zwei 24-jährige Studentinnen aus Annen und Bommern. „Ich kenne den Stadtpark schon seit meiner Kindheit“, erzählt die eine. Und sie ergänzt: „Vor einigen Jahren sah der mal verwahrloster aus. Da trieben sich hier auch manchmal merkwürdige Leute rum, die viel kaputt gemacht haben. Aber jetzt ist es im Stadtpark viel gepflegter. Deshalb verbringen wir auch unsere Freizeit hier.“

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