Glühwein und Reibeplätzchen

Kartoffelfest am 17.010.2010 in Witten an der Zeche Theresia. Peter und Ulla Hoffmann mit Reibekuchen. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool
Kartoffelfest am 17.010.2010 in Witten an der Zeche Theresia. Peter und Ulla Hoffmann mit Reibekuchen. Foto: Monika Kirsch / WAZ FotoPool

Witten. Reibeplätzchen, Kartoffelsuppe und Bartkartoffeln – auf dem Kartoffelfest der Zeche Theresia gab es am Sonntag (17.10.) alles, was die Knolle hergibt.

Bei eisigem Wetter drängeln sich dick eingehüllte Menschen um den Reibekuchenstand. Die Mitarbeiter von Haus Fründt haben gut zu tun. Sie kommen kaum nach mit dem Backen der Kartoffelpuffer. Julia Lippert, die ehrenamtlich in dem Gruben- und Feldbahnmuseum arbeitet, schenkt Getränke aus. Passend zum Wetter gibt es Glühwein. „Der geht weg wie nichts. Die Leute sagen die ganze Zeit, dass es perfektes Glühweinwetter ist.“ Es sei mehr los, als das Team gedacht habe.

Auf Bierbänken sitzen die Gäste. Zu Glühwein oder Kaffee gönnen sich viele Reibeplätzchen oder selbst gemachte Waffeln. Ute Biermann und Bernd Wittke sind Stammkunden im, „Café Theresia“, das jeden ersten und dritten Sonntag im Monat geöffnet hat. „Wir kommen gerne hierher, weil die Zeche und das Café ehrenamtlich betrieben werden. So wissen wir, dass die 1,30 Euro für den Kaffee für einen guten Zweck bestimmt sind, auch wenn die Zeche Nachtigall natürlich auch schön ist.“

Die Wittener Ausstellung von Gruben- und Feldbahnen gilt in Europa als führende ihrer Art. Das erzählt zumindest Hannsjörg Frank, Direktor der Zeche Theresia. Frank: „Viele Menschen wissen nicht, was wir in dem Gebäude als Museum noch ausgestellt haben und sehen immer nur die Modelleisenbahn, die wir von den Rotariern bekommen haben.“Finanzielle Probleme habe Zeche Theresia nicht.

Natürlich sei es immer schwierig, so Frank, nur von Sponsoren und Spendengelder zu leben. „Aber wir haben viele gute Ideen, die wir zum Beispiel mit Hilfe der NRW Stiftung verwirklichen wollen.“ Dazu zählt ein Modelleisenbahnzimmer, das zurzeit fertig gestellt werde.

Im Innenraum steht Rochus Gomoluch seit 1996 und backt Waffeln. Viereinhalb Tonnen Teig habe er seitdem schon verkauft. Er gilt unter den Stammgästen als gute Seele des Hauses. Waffeln, Folienkartoffeln und Museumsluft schnuppern - für ihn ist das eine gelungene Mischung.