Gesundheitskarten für Wittener Asylbewerber?

Acht Kommunen in NRW, darunter Sprockhövel und Gevelsberg, statten Flüchtlinge im neuen Jahr mit einer Gesundheitskarte aus, mit der diese dann, ohne vorher Kontakt zu Ämtern zu haben, einen Arzt aufsuchen können.
Acht Kommunen in NRW, darunter Sprockhövel und Gevelsberg, statten Flüchtlinge im neuen Jahr mit einer Gesundheitskarte aus, mit der diese dann, ohne vorher Kontakt zu Ämtern zu haben, einen Arzt aufsuchen können.
Foto: dpa
Der Sozialausschuss hat diskutiert, ob Asylbewerber Gesundheitskarten erhalten sollen. Man möchte erst die Erfahrungen der Nachbarstädte abwarten.

Witten.  Sprockhövel und Gevelsberg werden ihre Asylbewerber im neuen Jahr mit elektronischen Gesundheitskarten ausstatten. Ob dies auch in Witten sinnvoll wäre, soll die Stadtverwaltung auf Wunsch des Sozialausschusses prüfen.

Hintergrund: Dem Ausschuss lag jetzt ein Antrag der Grünen, des Bürgerforums, der WBG, von Witten Direkt, den Piraten und der FDP vor, die Gesundheitskarte in Witten einzuführen. Auch für die Kommune würde dies eine Entlastung bedeuten, glauben die Unterzeichner.

Die Kosten einer ärztlichen Behandlung trägt die Stadt

Denn bislang müssen sich Asylbewerber bei gesundheitlichen Problemen, die kein Notfall sind, zunächst beim Sozialamt melden, danach beim Gesundheitsamt, das klärt, ob eine ärztliche Behandlung notwendig ist. Die Kosten einer Behandlung trägt die Stadt Witten.

Nach einer Diskussion im Sozialausschuss verständigten sich die Mitglieder darauf, den Antrag in einen Prüfantrag umzuwandeln. Die Verwaltung soll klären, welche Auswirkungen – vor allem finanzieller Art – die Einführung der Gesundheitskarte für die Stadt haben könnte. Auch die Erfahrungen der Nachbarstädte mit der Karte sollen in die Bewertung einfließen. Sozialdezernent Frank Schweppe hält dies für einen guten Weg. „Wir müssen bei der Gesundheitskarte nicht in der ersten Reihe stehen.“

 
 

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