Gemeinsam auf Entdeckungsreise

Die Initiatoren: Dirk Schuklat (49), Britta Lennardt (41), Tanja Gottmann (36), Andreas Junge (55), Tabea Kerner (32).Foto:Korte
Die Initiatoren: Dirk Schuklat (49), Britta Lennardt (41), Tanja Gottmann (36), Andreas Junge (55), Tabea Kerner (32).Foto:Korte
Die neue Reihe „Zeitraum“ fragt einmal im Monat, was Menschen bewegt. Künstler geben im Werkstadt-Treff Impulse fürs Gespräch in gemütlicher Salon-Atmosphäre.

Wie denken Menschen über ihr Leben? Was bewegt sie? Was treibt sie an? Die neue monatliche Reihe „Zeitraum“ im Werkstadt-Treff will solchen Fragen „Zeit“ und „Raum“ schenken. Die Gäste – alle aufgeschlossenen Zeitgenossen willkommen – können sich dabei von der Kunst in ihren unterschiedlichen Spielarten inspirieren lassen.

Und natürlich von den geladenen Kreativen und dem jeweiligen Thema des Monats. Das heißt bei der Premiere am Dienstag, 29. Januar, schlicht und ergreifend: „Echt“. Der Dortmunder Sprecher und Musiker Jan Primke lässt sich fragen, was sein Leben unverwechselbar macht. Das Zehn-Minuten-Interview ist das Herzstück der Abende. Bei der Premiere gibt die Bochumer Figurenspielerin Sabine Jäkel zuvor eine kurze Kostprobe, wie sie eine Figur zum Leben erweckt. Beim vorgestellten Bild des Monats könnte sich möglicherweise die Frage ergeben: echt oder gefälscht? Einen festen Platz hat auch ein Gegenstand des Monats, der zu Gedankenspielen einlädt, egal ob Kaffeetasse, Koffer oder ein gefallenes Blatt. Was am 29. Januar das Rennen macht, ist noch geheim.

Das Interview mit Kreativen aus Witten und der Nachbarschaft sowie das künstlerische Rahmenprogramm – je nach Thema auch mal ein Kurzfilm, Musikstück oder Gedicht – sollen aber zusammen nicht länger als 45 Minuten dauern. Das Programm soll die Gäste nicht an die Wand spielen, sondern nur die Anstöße liefern, um mit den Kunstschaffenden und miteinander in gemütlicher Salon-Atmosphäre ins Gespräch zu kommen.

Das Gespräch könnte irgendwann bei „Gott und die Welt“ landen – muss es aber nicht. Die „Zeitraum“-Macherinnen und -Macher verhehlen nicht, dass sie allesamt einen christlichen Hintergrund haben. Die meisten sind in Gemeinden aktiv, kennen sich aus der Initiative „Christus für Witten“. Das Team – Model Kristina Kartaschev fehlte beim Pressefoto – war aber gleich Feuer und Flamme, als Theatermacherin Britta Lennardt, die damit nach eigenen Worten „fast drei Jahre schwanger war“, sie mit der „Zeitraum-“Idee konfrontierte. Dirk Schuklat, der als Pastor in der Martin-Luther-Gemeinde selbst gerne zur Klampfe greift und auch Lieder schreibt, merkt kritisch an, dass „Kunst, die aufrüttelt, konfrontiert und leidenschaftlich ist“, keinen richtigen Platz mehr in der Kirche habe. Im „Zeitraum“ soll sie ihn bekommen.

Designer Andreas Junge, der eine Werbeagentur in Annen betreibt, sagt einfach: „Ich bin selbst sehr neugierig auf was Neues“. Für ihn gehe es nicht darum, gleich die richtigen Antworten zu geben. „Ich finde es viel wichtiger, erst einmal die richtige Frage zu stellen.

Die Premiere ist am Dienstag, 29. Januar, im Werkstadt-Treff, Mannesmannstraße 6. Einlass: 18 Uhr. Beginn ist im Jahr 2013 jeweils um 20.13 Uhr. Der Eintritt ist frei, alle Künstler arbeiten ohne Gage. Der Treff verdient nur an den Getränken.

Die Abende finden jeweils am letzten Dienstag eines Monats statt. Die weiteren Themen (Reihenfolge offen): „Gelassen“, „Muster“, „Durchhalten“, „Konkurrenz“. Nähere Infos im Netz auf Facebook oder www.zeitraumwitten.de.

 
 

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