Furcht vor verödenden Ortsteilen

Alle Bemühungen, auf dem Schnee und in Vormholz wieder Lebensmittelgeschäfte anzusiedeln, sind bisher gescheitert. Auf Anfrage von SPD-Fraktionschef Uwe Rath und dem Rüdinghauser Ratsherrn Robert Beckmann zu verödenden Ortsteilen erklärte die Stadtverwaltung, sie habe mit acht Firmen des Lebensmittelhandels gesprochen, um sie für eine Neueröffnung auf dem Schnee zu interessieren. Bisher ohne Erfolg.

Standorte mit relativ wenigen Einwohnern wie auf dem Schnee oder Vormholz sind für die Handelsketten nicht besonders interessant. Das bekommen auch andere Städte im Kreis zu spüren. Die möglichen Betreiber wollen größere Märkte eröffnen. Das sei aber aufgrund des Platzangebotes in den leerstehenden Immobilien meist nicht möglich. Hinzu kommt, dass die Verkaufsfläche eines neuen Marktes eine gewisse Größe nicht überschreiten darf. Dabei finden mögliche Betreiber gerade die größeren Betriebe mit „Eventcharakter“ rentabel. Außerdem sei die Stadt gesetzlich verpflichtet, nirgendwo Geschäfte zu genehmigen, die den Bestand anderer im Umfeld gefährden.

Alternativ denkt die Stadt für den Schnee über den Aufbau eines Zentrums mit Lebensmittelhandel und anderen bürgernahen Dienstleistungen nach. Dem muss der Eigentümer der Immobilie aber zustimmen.

 
 

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