Frischzellenkur für Rheinischen Esel

Foto: Korte
Umbau in Annen bringt freie Sicht durch großzügigen Freischnitt, attraktive Plätze und Zugänge – und zum Abschluss eine neue Weg-Oberfläche.

Jogger, Gassigeher, Kinderwagenschieber und Pedalritter aufgepasst: Auf dem Rheinischen Esel in Annen muss bis September mit Teilsperrungen und Umleitungen gerechnet werden.

Nach langen Vorüberlegungen, in die Bürger und Geschäftsleute sowie Rat und Ämter eingebunden waren, wird im Zuge des Projekts „Soziale Stadt Annen“ der beliebte Fuß- und Radweg zwischen Kreisstraße (Fa. Volz) und Annenstraße herausgeputzt. Die Aufenthalts- und Nutzungsqualität der Wege und Flächen werden verbessert, die „durchreisenden“ Radfahrer sollen zum Abstecher in den Stadtteil verführt werden. Zum krönenden Abschluss wird auch die wassergebundene Dolomitsand-Oberfläche des Weges erneuert. Eine Asphaltierung wie beim neuen Esel-West nach Langendreer war zwar erwünscht, ließ sich aber im Förderprogramm nicht unterbringen.

Die Rodungsarbeiten laufen bereits, sie müssen bis Ende Februar abgeschlossen werden. Unter Beachtung des Baumschutzes werde vornehmlich Wildwuchs entfernt, betont die Stadt. Als Neuanpflanzungen werden niedrige Sträucher, Stauden und Frühjahrsblüher (Zwiebeln) gewählt. Das schafft freie Sicht und erhöht das Sicherheitsgefühl.

An zwei Zugängen werden neue Plätze angelegt. Der erste entsteht auf dem bisher ungenutzten Dreieck zwischen den beiden Pavillon-Dächern im Annener Zentrum. Auf dem „Balkon“ (Petra Klein, „Soziale Stadt Annen“) oberhalb der Bebelstraße ersteht ein Platz mit Bänken, Spielgerät und Fahrradständern. Eine neue Treppe wird hinunter zur Bebelstraße führen. Der zweite „möblierte“ Platz entsteht zwischen der Anforderungsampel an der Herdecker Straße und dem Abzweig zum Steinbachtal. Das Gelände Richtung Eckardtstraße/Steinbachtal wird ebenfalls ausgelichtet. Der dortige Weg wird verbreitert, die Senke wird durch Gabionen-Wände (Steine im Gitterkasten) terrassiert.

Laternen am Weg über die Halde

Einige Meter weiter zweigt auf der andere Seite der Weg über die Annener Halde ab. Die wichtige Verbindung wird aufgeweitet und außerdem mit Laternen ausgestattet. „Der Weg wird licht, hell und sicher gemacht, damit man ohne Angst im Dunkeln da durchgehen kann“, erläutert Petra Klein. Um das Gelände auch nach unten zu sichern, wird der dort oberflächennah liegende alte Stollen mit dem Bagger aufgerissen und verfüllt.

Der Auf- und Abgang zur Erlenschule wird zur „wilden Treppe“ umgestaltet, deren Stufen auch als Sitzgelegenheit dienen. Auf der anderen Esel-Seite bekommt die Leibnizstraße auf Bürgerwunsch einen neuen Treppenzugang.

 
 

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