Flüchtlingsberatung im Wittener Vhs-Kiosk

Neben Kunstschaffenden soll der Vhs-Kiosk in Kürze auch hilfesuchenden Flüchtlingen offen stehen.
Neben Kunstschaffenden soll der Vhs-Kiosk in Kürze auch hilfesuchenden Flüchtlingen offen stehen.
Foto: Fischer / WAZ FotoPool
Der Vhs-Kiosk an der Hauptstraße wird zum „Help“-Kiosk für Flüchtlinge. Ein Bündnis aus Politik und Studenten hat das Projekt angestoßen.

Witten.  Rund 640 Flüchtlinge wird Witten zum Ende des Jahres etwa aufgenommen haben. Das stellt Stadt und Wohlfahrtsverbände vor große Aufgaben. Nun hat sich ein Bündnis aus Politik und Vertretern der Universität Witten/Herdecke zusammengetan. Es eröffnet am Mittwoch (17.12.) im Vhs-Kiosk an der Hauptstraße 19 einen zentralen Anlaufpunkt.

Im sogenannten „Help Kiosk“ soll fast alles vermittelt werden, was Flüchtlinge benötigen: vom Wohnzimmertisch über einen Platz im Sportverein bis zu einem Paten, der beim Einkaufen oder Behördengängen hilft. „Wir verstehen uns als Teil eines Netzwerks und als eine Ergänzung der Angebote von Stadt und anderen Trägern“, erklärt Mitinitiatorin Lilo Dannert (Grüne), die Vorsitzende des Sozialausschusses. Neben den Grünen sind das Bürgerforum, die FDP, die Piraten, die Wittener Bürger Gemeinschaft (WBG), Witten Direkt und eben Studenten der Universität Witten/Herdecke an Bord.

Idee im Sozialausschuss geboren

Die Idee zum „Help Kiosk“ („Help“ heißt helfen) sei im Sozialausschuss entstanden, sagt Lilo Dannert. Die kleinen Fraktionen hätten sich zusammengesetzt. „Dann haben wir uns getroffen und es wurde immer konkreter.“ Die Grünen-Politikerin betont: „Wenn SPD und CDU mitmachen wollen, können sie das gerne tun.“ Man habe in dem kleinen Bündnis angefangen, um ein solches Projekt unkomplizierter auf den Weg zu bringen. „Wir sind offen für alle und jeden.“

Dreimal pro Woche soll die Flüchtlingsberatung angeboten werden: Montag und Freitag von 10 bis 13 Uhr und Samstag von 13 bis 16. Es ist geplant, dass hilfsbereite Bürger ihre E-Mail-Adresse hinterlassen können und informiert werden, wenn ein Flüchtling zum Beispiel ein Bett benötigt. Bei Sprachproblemen sollen Piktogramme oder – wenn nötig – Übersetzer helfen.

Sprechzeiten dreimal pro Woche

„Fragen zum Flüchtlingsstatus können wir allerdings nicht beantworten. Das müssen Fachleute tun“, sagt Lilo Dannert. Wenn das Angebot angenommen wird, soll es weiter ausgebaut werden. Das Ziel: „Wir wollen die Stimmung in der Stadt positiv gestalten und dass die Flüchtlinge hier klarkommen.“

 
 

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