Finde deinen Schatz!

Mit einem GPS-Empfänger auf Tour gingen Johanna Kaltofen und Benjamin Schröder.
Mit einem GPS-Empfänger auf Tour gingen Johanna Kaltofen und Benjamin Schröder.
Foto: Haenisch / waz fotopool

Witten.  Ab Juni können Singles bei einer „Geocaching“-Tour des Stadtmarketings ihren Schatz finden.

Drei Jungs und drei Mädels zwischen 20 und 35 Jahren testeten die besondere Schatzsuche vor dem offiziellen Start in drei Wochen – und hatten eine Menge Spaß. Zunächst bekamen die sechs Teilnehmer, die sich im besten Falle am Ende - liebestechnisch gesehen - selbst finden, erst mal das GPS-Gerät vom Organisator und Veranstalter der Tour, Uwe Kühn (49), erklärt: Ein kleines gelbes Gerät, in dem die Koordinaten der zu suchenden „Caches“ („Schätze“) eingegeben werden müssen. Nach Eingabe der Daten führen die Geräte mit Hilfe eines GPS-gesteuerten Kompasses die Schatzsucher zum Ziel. Doch dann die Überraschung: Erst die Lösung eines Rätsels eröffnet den Sechsen die richtigen Ziffern, um an ihr erstes Etappenziel zu kommen.

Und so machen sich Jasmin (30) und Fiona (24) erst einmal auf die Suche nach der geheimnisvollen Zahl, die, eingemeißelt in die Steinmauern von Haus Witten die Lösung des Rätsels sein soll. Benny (27) ist ebenfalls mit von der Partie und soll eigentlich im Team mit den jungen Frauen arbeiten. Doch schon keimen bei Fiona erste Beschwerden gegenüber ihrem großgewachsenen, dunkelhaarigem Begleiter auf: „Ich muss hier alles im Alleingang herausfinden“, scherzt sie neckisch. Ihr Vorschlag: Für die bessere Teamarbeit wäre ein „Sektchen“ zu Beginn der Tour nicht schlecht gewesen. „Zum Auflockern der Stimmung, damit anfängliche Hemmungen schneller fallen.“ Aber auch so klappt die Zusammenarbeit bald immer besser.

Also macht sich die Gruppe auf in den Stadtpark, wo schon der nächste „Cache“ auf sie wartet. Doch auch der ist wieder nicht leicht zu entdecken. Das nur wenige Zentimeter lange Röhrchen, in dem auf einem Zettel die nächsten Koordinaten stehen, ist zwischen den Wurzeln und Büschen auf einem kleinen Hügel versteckt. Zum Glück gab es ja noch den Hinweis von Mitorganisator Ulli Stein (46): „Vom Fundort aus könnt ihr die schöne Aussicht auf die Ruhr genießen.“

Johanna (22), das Küken der Runde, ist dann auch ganz aus dem Häuschen, als sie das kleine Röhrchen endlich findet: „Ich hab’s!“ ruft sie begeistert und wedelt triumphierend mit dem Zettel vor ihren männlichen Mitstreitern. Denn ein wenig Ehrgeiz hat gerade die Männer der Gruppe schon gepackt. Am Ende der Tour stehen alle gemeinsam auf dem Helenenturm und freuen sich über die tolle Aussicht. Und dann, als die Sonne beginnt unterzugehen, ist die Stimmung fast romantisch. Vielleicht finden sich die Schatzsucher nun selbst...

 
 

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