EvK investierte 3,5 Millionen Euro in neues Ärztehaus

Unten verklinkert, oben eine helle Fassade: das neue Ärztehaus an der Wittener Pferdebachstraße 29.  Hier ziehen auch zwei Medizintechnik-Anbieter ein.Foto: Barbara Zabka
Unten verklinkert, oben eine helle Fassade: das neue Ärztehaus an der Wittener Pferdebachstraße 29. Hier ziehen auch zwei Medizintechnik-Anbieter ein.Foto: Barbara Zabka
Das Evangelische Krankenhaus hat auf seinem Gelände ein Ärztehaus bauen lassen. Die Gemeinschaftspraxis Innere Medizin zieht im September ein.

Witten..  3,5 Millionen Euro hat das Evangelische Krankenhaus in den Bau des neuen Ärztezentrums auf seinem Gelände investiert. Am Freitag wurde das dreigeschossige Gebäude offiziell – und termingerecht – an die Mieter übergeben. Hauptmieter ist die Gemeinschaftspraxis Innere Medizin, die Mitte September von ihrem alten Standort mit ihrem über 70-köpfigen Team an die Pferdebachstraße 29 umziehen wird.

Sechs Ärzte und Mitarbeiter. Die Mediziner Dr. Evelyn Luhrenberg, Dr. Beate Höhmann-Riese, Dr. Jacqueline Rauh, Markus Knittel, Dr. Maura Schweickert und Dr. Christina Launhardt sind bislang an der Ardeystraße 105 und 109 zu finden. „Unsere neue Praxis ist behindertengerecht, alle Etagen sind per Aufzug zu erreichen. Alles ist in einem Haus. Das ist für unsere älteren Patienten sehr wichtig“, sagt Evelyn Luhrenberg.

Ins erste Geschoss des Neubaus, der von der Wittener Sparkasse finanziert wurde und insgesamt eine Nutzfläche von 2200 Quadratmetern bietet, haben sich noch zwei Medizintechnik-Unternehmen eingemietet, die auf Beatmungsgeräte spezialisiert sind: die Firmen Resmed und Heinen + Löwenstein.

Die Gemeinschaftspraxis bietet am Standort ab September „ein breites fachärztliches Spektrum internistischer Diagnostik und Therapien an“, wie es heißt. Patienten mit chronischen Nierenerkrankungen werden behandelt. Luhrenberg: „An der Ardeystraße haben wir jetzt 24 Dialyseplätze, an der Pferdebachstraße werden es 34 sein.“ Krebskranke können eine ambulante Chemotherapie erhalten, auch eine palliativmedizinische Betreuung. Eine Kardiologin ist im Praxisteam. Außerdem werden Erkrankungen des Magen-Darmtrakts, sowie Stoffwechselstörungen therapiert, Magen- und Darmspiegelungen angeboten.

Haus kann noch ausgebaut werden

Internistin Luhrenberg betont, dass man schon seit Jahren eng mit dem Evangelischen Krankenhaus, aber auch mit dem Marien-Hospital zusammenarbeite. Ihre Praxis-Kollegin Dr. Jacqueline Rauh teilt sich am EvK mit Dr. Christoph Hackmann die Chefarztstelle der Klinik für Hämatologie und Onkologie. Dr. Christina Launhardt, Fachärztin für Innere Medizin und Kardiologie, ist Oberärztin an der Kardiologischen Klinik des Marien-Hospitals.

Heinz-Werner Bitter, Geschäftsführer der Evangelischen Krankenhausgemeinschaft Herne-Castrop-Rauxel gGmbH, zu der das EvK gehört, erklärt, dass das Ärztehaus so konzipiert sei, dass es noch weiter ausgebaut werden könne. Auch ein zusätzliches Geschoss ist laut Architektin Silke Haremsa (Castrop-Rauxel) möglich. EvK-Geschäftsführer Bitter möchte nicht nur mit dem Ärztezentrum an seiner Klinik kooperieren, sondern auch mit dem nur wenige Gehminuten entfernten neuen Ärztehaus auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Ost.

Der größte Mieter des dortigen Neubaus, die Wittener Dialyse-Praxisklinik von Dr. Dimitri Zolotov und Dr. Thomas Schietzel, ist bereits am 28. Mai eingezogen. Die übrigen Facharztpraxen des Hauses, dessen Bauherr die Essener Investorengruppe Domus GmbH & Co.KG ist, würden ab August folgen, so Zolotov. Darunter unter anderem eine dermatologische und eine urologische Praxis.

 
 

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