Ev. Krankenhaus Witten baut ein Ärztehaus

Das Ev. Krankenhaus Witten errichtet ein neues Gesundheitszentrum. Hauptmieter wird die fachinternistische Gemeinschaftspraxis Ardeystraße 105 - 109, die dorthin voraussichtlich 2016 umziehen wird. Von links: Krankenhaus-Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter, Architektin Silke Haremsa, Architekt Ulrich Meisenheimer, Markus Knittel, Dr. Jacqueline Rauh, Dr. Beate Höhmann-Riese, Dr. Evelyn Luhrenberg. Foto: Manfred Sander / WAZ FotoPool
Das Ev. Krankenhaus Witten errichtet ein neues Gesundheitszentrum. Hauptmieter wird die fachinternistische Gemeinschaftspraxis Ardeystraße 105 - 109, die dorthin voraussichtlich 2016 umziehen wird. Von links: Krankenhaus-Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter, Architektin Silke Haremsa, Architekt Ulrich Meisenheimer, Markus Knittel, Dr. Jacqueline Rauh, Dr. Beate Höhmann-Riese, Dr. Evelyn Luhrenberg. Foto: Manfred Sander / WAZ FotoPool
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Die Bauarbeiten für neues Gesundheitszentrum sollen im April 2015 beginnen. Große Gemeinschaftspraxis für u.a. Onkologie und Nephrologie wird 2016 von der Ardeystraße in den Neubau wechseln und dort Hauptmieter. Vorteile: Kurze Wege für Patienen, enge Verzahnung zwischen stationärer und ambulanter Behandlung.

Witten..  Das Evangelische Krankenhaus geht neue Wege. Auf dem bisher etwas versteckt gelegenem (weil: zugewachsenen) Grundstück des ehemaligen Pfarrhauses direkt an der Pferdebachstraße errichtet es für 3,5 Millionen Euro ein Gesundheitszentum. Krankenhaus-Chef Heinz-Werner Bitter spricht von einer „wichtigen Ergänzung unseres bisherigen Leistungsangebots auf unserem Campus“.

Hauptmieter des dreistöckigen Zweckgebäudes, das später auch durch ein Nebengebäude erweitert werden könnte, wird die Fachinternistische Gemeinschaftspraxis Dr. Evelyn Luhrenberg, Dr. Beate Höhmann-Riese, Dr. Jacqueline Rauh, Markus Knittel und Dr. Maura Schweickert, die 95 Prozent der 2200 Quadratmeter im Gebäude anmieten wird. Die Praxis hat die Schwerpunkte Nephrologie mit Hypertonie, Onkologie, Kardiologie und Endoskopie. Sie war 1989 als Dialysezentrum an der Ardeystraße Nr. 105 - 109 gegründet worden und hatte dort kürzlich ihr 25-jähriges Bestehen gefeiert. Voraussichtlich im August 2016 wird sie komplett mit 60 Mitarbeitern in das Gesundheitszentrum am Ev. Krankenhaus wechseln. Dort richtet sie auch Therapieräume für die ambulante Dialysebehandlung (34 Dialyseplätze) sowie für die ambulante Onkologiebehandlung ein.

Kurze Wege für onkologische und nephrologische Patienten (Nieren-Erkrankungen) und eine nahtlose Verzahnung von ambulanter und stationärer Behandlung führen die Partner als Hauptvorteile an. „Das Ärztehaus direkt am Krankenhaus verbessert die Zusammenarbeit“, betonen sowohl Krankenhausgeschäftsführer Heinz-Werner Bitter als auch die niedergelassenen Fachärztinnen aus der Gemeinschaftspraxis. Bei den Tumorpatienten haben sie bereits ein Netzwerk geknüpft: Patienten werden ambulant und stationär durch die gleichen ärztlichen Ansprechpartner betreut. Das wird durch Dr. Jacqueline Rauh sichergestellt, die der Gemeinschafspraxis angehört und sich gleichzeitig die chefärztliche Leitung der Klinik für Hämatologie und Onkologie mit Dr. Christoph Hackmann teilt.

Die Gemeinschaftspraxis Ardeystraße unterhält zudem seit Jahren eine Dependance im Ärztehaus am Marienhospital – für ihre Patienten, die dort stationär behandelt werden. Auch diese gute Kooperation werde man selbstverständlich fortsetzen, betonen die Ärztinnen.

Das neue, barrierefreie Gebäude erhält zwei Haupteingänge: einen auf der Seite der Pferdebachstraße, einen auf der Seite des Ev. Krankenhauses. Dort entstehen auch Parkplätze für Patienten und eine Taxivorfahrt. Die Klinkerblendung des Sockels und farbige Akzente sollen die wärmegedämmte Putzfassade auflockern. Das ehemalige Pfarrhaus wurde bereits vor drei Jahren abgerissen. Das Grundstück wurde bereits freigerodet. Der Baubeginn ist für April 2015 geplant.

 
 

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