Ev. Krankenhaus schließt Modernisierung ab

Annette Kreikenbohm
Urlaubsstimmung im Ev. Krankenhaus: Krankenpfleger Gerald Mischke und Krankenschwester Sina Grunert hängen ein neues Bild an die frisch gestrichene Wand.
Urlaubsstimmung im Ev. Krankenhaus: Krankenpfleger Gerald Mischke und Krankenschwester Sina Grunert hängen ein neues Bild an die frisch gestrichene Wand.
Foto: Diakonie Ruhr

Witten.  Das größte Weihnachtsgeschenk machte sich das Evangelische Krankenhaus in der letzten Woche selbst. Da nämlich wurde ein insgesamt vier Jahre währendes Umbauprojekt endgültig beendet. Nun sind Eingangs- und Caféteriabereich sowie sämtliche Bettenstationen saniert und alle Patienten dürfen sich über moderne Zimmer freuen.

Mit der urologischen Station nimmt die Klinik nach rund fünf Monaten Renovierungszeit in diesen Tagen auch die zweite Hälfte der vierten Etage wieder in Betrieb. Hell und freundlich sind nun die langen Flure, an deren Wänden viele Bilder hängen. Die Mitarbeiter haben sie selbst ausgesucht. Und auf jeder Station sind Motive zu einem Themenschwerpunkt zu sehen: Strand und Meer, Blumen oder alles rund um Witten.

An den langen Fluren habe man nicht viel ändern können – das 1976 neu erbaute, aber inzwischen in die Jahre gekommene Gebäude ließ da nicht viel Spielraum zu. Aber, so Ulrich Weitkämper, Ärztlicher Direktor und Chefarzt der geriatrischen Tagesklinik, „wir haben uns bemüht, eine angenehme Atmosphäre zu schaffen“. Dazu gehören auch die so genannten Stützpunkte, die sich auf drei Stationen direkt vor den Aufzügen befinden, mit einer Pflegesekretärin besetzt sind und dem Patienten oder Besucher sofort eine Kontaktmöglichkeit bieten.

Natürlich sei es mit Anstreichen keineswegs getan gewesen, so Geschäftsführer Heinz-Werner Bitter. Auch die technische Ausstattung und die Bäder wurden auf den neuesten Stand gebracht. Und vom Dach bis runter in den Keller sind alle Leitungen komplett erneuert worden. Nicht allein baulich, auch in Sachen fachlicher Kompetenz hat sich was getan im Ev. Krankenhaus .

Die Mitarbeiterzahl konnte um 15 Prozent, also etwa 60 Personen, aufgestockt werden. Über 500 Köpfe verteilen sich nun auf 370 ganze Stellen. In Zeiten, in denen laut Bitter „jedes zweite Krankenhaus in Deutschland in Finanznot gerät“, eher ungewöhnlich. Doch schließlich hätten sich auch die Patientenzahlen erhöht: um über 20 Prozent, das sind etwa 1600. Insgesamt suchen 10 000 Patienten pro Jahr das Krankenhaus an der Pferdebachstraße auf.

1990 habe sich die Endoskopie in einem winzigen Raum befunden, in dem Patienten untersucht und die Geräte gereinigt wurden, erinnert sich Ulrich Weitkämper. Dass dieser Bereich heute mehr Platz biete, sei nur möglich gewesen, weil Verwaltung und Apotheke ausgelagert wurden. Er jedenfalls genieße die Arbeit in einer schöneren Umgebung. „Es ist schon ein Unterschied, ob Sie auf einer alten oder neuen Station Visite machen.“