Eselstrasse eröffnet mit Familienfest

Auch die große Rampe zur Eselstrasse an der Ledderkenbrücke soll bis zur offiziellen Eröffnung des Rheinischen Esels West am 7. Juli  fertig sein. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Auch die große Rampe zur Eselstrasse an der Ledderkenbrücke soll bis zur offiziellen Eröffnung des Rheinischen Esels West am 7. Juli fertig sein. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Foto: Walter Fischer

Witten.. Eigentlich schreibt der Rheinische Esel West schon jetzt Erfolgsgeschichte. Mit einem bunten Familienfest und einem Spendenlauf wird er dann am 7. Juli auch offiziell eröffnet.

Der Rheinische Esel bringt an diesem Tag nicht nur die Radfahrer, sondern hoffentlich auch viele Läufer für den guten Zweck auf Trab. Gestartet wird um 13 Uhr. Auf Wittener Seite geht es von der Brunebecker Straße in Rüdinghausen aus los, von Bochum-Langendreer aus wird an der Oberstraße gestartet. Jeder kann mitmachen und muss sich auch nicht gestresst fühlen, denn es wird keine Zeitmessung erfolgen. Zieleinlauf von beiden Seiten ist dann ungefähr in der Mitte, nämlich auf dem Gelände der Adolf-Reichwein-Realschule an der Almstraße 11. Dort findet von 13 bis 17 Uhr auch das Familienfest statt, das von der Bochumer Kabarettistin Esther Münch moderiert wird.

Weil der 7. Juli der internationale Tag der Genossenschaften ist, werden sich einige bei dem Fest vorstellen. Darunter auch die Volksbank Bochum Witten, die nicht nur die Feier und den Lauf unterstützt, sondern 25 000 Euro für die Sitzmöblierung auf dem Rheinischen Esel springen lässt. Einige der Bänke dürften sich als echte Hingucker erweisen: Sind sie doch in fröhlich-buntem Stil gestaltet, wie man ihn von dem Künstler Otmar Alt kennt.

Als gelungenes Beispiel für eine Art „Mannschaftssport“ bezeichnete Stadtbaurat Dr. Markus Bradtke den Umbau der Eselstrasse, weil dabei unter anderem Planungs- und Tiefbauamt, Baufirmen und der Großsponsor Volksbank erfolgreich mitgewirkt hätten. So sei der Radweg „nicht nur funktional, sondern auch schön“ geworden. Zudem sei es eines der wenigen Projekte einer Nothaushaltskommune, das von der Bezirksregierung „wohlwollend“ zur Kenntnis genommen wurde.

Bis auf wenige kleinere Arbeiten würde der Umbau der Eselstrasse am 7. Juli fertig, versicherte Bradtke. So wird auch die größte Rampe, die derzeit an der Ledderkenbrücke entsteht, bis zu diesem Datum fertig gestellt sein. Sie müsse deshalb so lang werden, weil sie barrierefrei das mehrere Meter hohe Niveau zwischen Straße und Eselstrasse überwinden solle, erklärte Verkehrsplaner Andreas Müller. Auf der anderen Seite der Brücke führt eine neue Treppe hinauf zur Radstrecke. Die Kosten für Rampe, Geländer, Abstützung der Böschung in einer Art Legostein-System aus Beton und Treppe lägen bei rund 100 000 Euro, so Müller.

Gerhard Zielinsky, Leiter des Bochumer Umwelt- und Grünflächenamtes, verriet, dass er die Eselstrasse von seinem Wohnort Langendreer aus bereits 15 Kilometer mit dem Rad befahren und die Vielzahl der Eindrücke genossen habe. „Ich bin kein Leistungs-, sondern ein Genussradfahrer“, meinte er. Und: „Deshalb fehlten mir Hinweisschilder auf Gastronomie.“ Ein Verbesserungsvorschlag, den sicher viele künftige Nutzer der Eselstrasse begrüßen würden.

 
 

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