DRK frischt Erste-Hilfe-Kenntnisse auf

Das DRK machte am Samstag eine Erste-Hilfe-Aktion in der Wittener Stadtgalerie. Bürger konnten dort an Dummys und mit Verbänden ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse testen. Katharina Damsky zeigt einem Besucher an Tobias Knopp, wie er in die stabile Seitenlage gebracht wird.
Das DRK machte am Samstag eine Erste-Hilfe-Aktion in der Wittener Stadtgalerie. Bürger konnten dort an Dummys und mit Verbänden ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse testen. Katharina Damsky zeigt einem Besucher an Tobias Knopp, wie er in die stabile Seitenlage gebracht wird.
Foto: Haenisch / waz fotopool
Bürger lernten bei einer DRK-Aktion in der Stadtgalerie lebensrettende Maßnahmen.

Witten.. Reglos liegt der elfjährige Tobias am Boden. Katharina Demsky vom DRK beugt sich über ihn. Er atmet noch. Katharina Demsky bringt ihn in die stabile Seitenlage, kontrolliert erneut die Atmung.

Zum Glück war dies nur eine Demonstration des Deutschen Roten Kreuzes in der Stadtgalerie. Am Samstag konnten Wittener Bürger dort die Gelegenheit nutzen, ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse aufzufrischen. Mit Hilfe von Unfalldarstellern wie Tobias und an Dummys wurde für viele Besucher längst Vergessenes wieder ins Gedächtnis gerufen. „Die stabile Seitenlage ist häufig das, was man am schnellsten vergisst“, weiß Tim Bartsch (25), der die Aktion in der Stadtgalerie leitete.

Alleine, jemanden korrekt in die stabile Seitenlage zu bringen, kann lebensrettend sein. Herbert Adolphs sieht der Demonstration von Katharina Demsky und Tobias interessiert zu. „So schwer ist die stabile Seitenlage gar nicht“, meint der 64-Jährige anschließend, „aber dass ich das gelernt habe, das ist 40 Jahre her. Und da ist es gut, dass diese Kenntnisse hier wieder aufgefrischt werden für den Fall, dass man tatsächlich mal in die Situation kommt, helfen zu müssen.“

Im Ernstfall Leben retten

Insgesamt machten am Samstag etwa 60 Bürger am DRK-Stand (und 20 an einem zweiten Standort am Platz an der Schmiede in Herbede) halt, um sich die Demonstrationen der DRK-Mitarbeiter anzuschauen oder unter professioneller Anleitung selbst tatkräftig Hand anzulegen. Dabei waren viele von ihnen relativ unsicher oder zaghaft in ihren Handlungen, aber im Ernstfall hätten sie dennoch Leben retten können. „Denn der größte Fehler, den man machen kann, ist, nichts zu tun“, sagt Tim Bartsch. „Selbst ein guter Zuspruch ist bereits eine Form von Erster Hilfe.“

Wer wollte, konnte am Nachmittag noch an einem kostenlosen „Erste-Hilfe-Fresh-Up“-Kurs teilnehmen, der vom DRK in den Räumlichkeiten an der Annenstraße durchgeführt wurde. Diese Möglichkeit wurde von 40 Bürgern wahrgenommen.

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