DRK bietet neuen mobilen Notruf

Stefan Pausch zeigt rechts das Handy und links den Notrufdrücker für das mobile Notruf-System, das das Deutsche Rote Kreuz jetzt neu anbietet. Foto Thomas Schild / WAZ FotoPool
Stefan Pausch zeigt rechts das Handy und links den Notrufdrücker für das mobile Notruf-System, das das Deutsche Rote Kreuz jetzt neu anbietet. Foto Thomas Schild / WAZ FotoPool
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Witten..  Wer sich draußen unsicher fühlt, sei es, weil er abends mit Hund oder Pferd im Wald unterwegs ist, sei es, weil er alt oder herzkrank ist, für den bietet das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Witten jetzt einen neuen Service: den mobilen Notruf.

Der arbeitet mit GPS-Ortung. Dafür hat das DRK mit einer Schweizer Firma eigens ein Handy entwickelt. Das verfügt neben gängigen Handyfunktionen nicht nur über große Tasten und große Schrift, sondern auch über eine angeraute, rote Notruftaste oben. Wird sie gedrückt, informiert ein Alarmzeichen darüber, dass der Anruf zur Notrufzentrale aufgebaut wird. Parallel sendet das Handy die Koordinaten des Aufenthaltsortes des Notrufenden in die Zentrale.

Der Hilfesuchende wird vom Telefonisten gleich namentlich begrüßt. „Denn er sieht sofort, wer anruft. Es ist ein Datenblatt hinterlegt mit allen wichtigen Informationen, beispielsweise, welche Medikamente eingenommen werden, welche Erkrankungen vorliegen, ob jemand schwerhörig ist oder regelmäßig zum Friedhof geht“, so DRK-Kreisverband-Witten-Vorstand Thomas Voß.

Ein zweites Gerät bietet sich für jene an, denen ein Handy zu kompliziert ist. Sie erhalten einen kleinen Drücker mit rotem Notknopf. Wird der betätigt, baut sich die Verbindung auf, dann kann mit einer Taste der Anruf angenommen, mit einer weiteren beendet werden.

500 Hausnotrufanschlüsse gibt es in Witten. „Die Idee, so etwas auch für draußen anzubieten, gibt es schon seit etwa drei Jahren. Aber erst seit Mitte/Ende letzten Jahres ist die Technik auch so, dass wir den Notruf zuverlässig anbieten können, die Akkus auch länger halten, die GPS-Ortung gut läuft“, sagt Stefan Pausch, der interessierte Kunden berät. Die Erkenntnis dahinter: „Ältere Menschen sind immer länger aktiv, wollen nicht nur daheim sitzen, fühlen sich draußen aber unsicher. Ältere Menschen sind heute anders drauf als vor 40 Jahren. Viele möchten mobil sein und sich dennoch absichern“, weiß Thomas Voß.

Gute, eingehende Beratung gebe es für Interessierte vorab. Eine bis eineinhalb Stunden kalkulieren die Experten dafür ein, erklären auch das Handy. Dessen Anschaffungspreis liegt bei 380 Euro, der des Drückers bei 220 Euro. Wer die Geräte mieten möchte, zahlt monatlich 30 Euro fürs Handy, 23 Euro für den Pieper. „Man kann jederzeit kündigen. Das ist kein Problem“, so Voß.

Die Installationskosten belaufen sich auf einmalig 43 Euro. Dazu kommt dann die monatliche Aufschaltgebühr von zehn Euro.

Auch im Urlaub funktioniert der Notruf. „Jedenfalls, so lange man sich in Deutschland, Österreich oder der Schweiz aufhält“, so Voß. Die Notrufe laufen immer bei der Zentrale in Herten ein. Von dort aus wird dann - wenn nötig - der nächstgelegene Krankenwagen losgeschickt.

„Wichtig ist, dass wir als Team arbeiten, dieses Angebot auch nur als Gruppe leisten können. Sabine Starck und Patrizia Pietryga am Telefon informieren über alles unser Angebote, Stefan Pausch berät bei den Geräten, auch Rettungsassistenten wie Heiko Kaminski zählen zum Team“, so Voß.

Infos unter Telefon: 1666.

 
 

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