Drei Brandstiftungen am Wittener Güterbahnhof Ost

Schon in der Vergangenheit immer wieder ein Ziel für zündelnde Jugendliche: der ehemalige Güterbahnhof Witten-Ost an der  Westfalenstraße. Foto: Thomas Nitsche
Schon in der Vergangenheit immer wieder ein Ziel für zündelnde Jugendliche: der ehemalige Güterbahnhof Witten-Ost an der Westfalenstraße. Foto: Thomas Nitsche
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Ein oder mehrere Brandstifter treiben ihr Unwesen am ehemaligen Güterbahnhof Ost. „Der oder die Täter gefährden sich selbst“, betont die Feuerwehr.

Dreimal musste die Feuerwehr seit Freitag zum alten Güterbahnhof Ost an der Westfalenstraße ausrücken, um zu löschen. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung.

Hinweise auf den oder die Täter gibt es bislang noch nicht. Mario Rosenkranz, stellvertretender Feuerwehrchef, betont, dass der oder die „Zündler“ nicht nur andere, sondern auch sich selbst gefährden. Im Gebäude seien Türen, Paletten, Spanplatten und Unrat angesteckt worden. „Da kommt es zu einer Rauchentwicklung und sehr schnell zu hohen Temperaturen“, warnt Rosenkranz. Wenn jemand durch den Rauch nicht mehr den Weg nach draußen finde, könne dies böse enden. Im Übrigen liege der alte Güterbahnhof an Wohn- und Gewerbegebäuden und gegenüber dem Evangelischen Krankenhaus. Rosenkranz: „So etwas ist kein Spaß.“

Schon in der Vergangenheit war der Bahnhof immer wieder das Ziel zündelnder Jugendlicher. Zwar hat die Bahn als Eigentümer Sicherungsmaßnahmen ergriffen, indem sie etwa Fenster vergittern ließ. „Aber wer mit Gewalt in so ein Gebäude will, kommt auch hinein“, sagt Polizeisprecher Schütte.

Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs wird seit 2002 durch die Bahnflächenentwicklungsgesellschaft (BEG) NRW vermarktet. Zwei Investoren seien für eine Teilfläche bereits gefunden worden, erklärt Geschäftsführer Thomas Lennertz. „Die Verträge werden am Freitag beim Notar unterschrieben.“ Ab Januar werde man dann einen Investor für den Bereich des alten Gebäudes suchen.

Lennertz: „Sollten wir diesen nicht finden, bis der Umbau der Pferdebachstraße startet, werden wir den Bau soweit abreißen, dass er dem dort geplanten Radweg nicht im Wege steht.“ Wittens Planungsamtsleiter Franz Buresch rechnet mit dem Start der Umbauarbeiten der Pferdebachstraße „ab Ende 2016, Anfang 2017“.

 
 

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