Der Protest geht weiter

Massive Bedenken gegen die interkommunalen Gewerbeflächen in Heven und Stockum hatten die Gegner im Ausschuss vorgebracht.

„Die Stockumer werden es sich nicht gefallen lassen, dass man ihnen das hohe Kulturgut ihrer Insellage kaputt macht,“ kündigte Denkmalbeirat Wolfgang Lippert an. Wer Gewerbe wolle, dürfe es nicht selbst mit hohen Gewerbesteuern vertreiben, meinte Siegmut Brömmelsiek (WBG).

Pirat Roland Löpke sagte, auch mit einem hohen Freizeitwert betreibe Witten Vorsorge - „auch das bringt Bevölkerungszuwachs“. Oliver Kalusch (Linke) warnte davor, sich mit „der Option“ für Gewerbegebiete, „Sand in die Augen streuen zu lassen. Wenn wir die Flächen nicht bebauen wollen, brauchen wir sie auch nicht zu entwickeln.“

„Hände weg von den regionalen Grünzügen“, forderte Klaus Riepe (Bürgerforum). Alle ernteten Applaus von den Zuhörerplätzen. Die Hevener Initiative war mit 25 Mitstreitern vertreten. Enttäuscht verließen sie nach der Entscheidung den Saal. In Heven denkt man jetzt schon an ein Bürgerbegehren.

Die Gegenanträge wurden durch die Große Koalition überstimmt. Nur ein Grünen-Antrag kam durch: für die Opel-Flächen sollen die Verträge zwischen Bochum und Herne an anderer Stelle (Ex-Nokia und Ex-Hibernia-Gelände) als „Blaupause“ dienen. Darin wird auch die Verteilung der Gewerbesteuern geregelt.

 
 

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