Das Finanzamt in Witten bekommt Verstärkung

Die dreijährige Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt im Finanzamt Witten traten Anne Brück (23), Mark Diener ( 18 ) , Bastian Kartenberg ( 21 ) , Christopher Gregor ( 19 ) und Jeannine Gerkemeier ( 19 ) an. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
Die dreijährige Ausbildung zum Diplom-Finanzwirt im Finanzamt Witten traten Anne Brück (23), Mark Diener ( 18 ) , Bastian Kartenberg ( 21 ) , Christopher Gregor ( 19 ) und Jeannine Gerkemeier ( 19 ) an. Foto: Walter Fischer / WAZ FotoPool
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Witten. Finanzen und Steuern treiben vielen Menschen die Tränen in die Augen. Sechs neue Auszubildende des Finanzamts Witten sehen das ganz anders und möchten nun genau diese Branche erobern.

Beim Frühstück in den Räumen des Finanzamtes lernen sich die fünf neuen Azubis kennen. Anne Brück, Jeannine Gerkemeier, Mark Diener, Christopher Gregor und Bastian Kartenberg freuen sich auf die Ausbildung. Die sechste im Bunde, Natalie Härter, ist beim Frühstück nicht dabei. „Sie hatte schon ihren Urlaub gebucht, bevor sie ihre Zusage bekam. Aber sie ist pünktlich zum Ausbildungsbeginn wieder da“, erklärt Ausbilderin Manuela Wagener. Gemeinsam treten die Auszubildenden ihren Weg zum Diplom-Finanzwirt an. Von den drei Jahren Ausbildung verbringen die Fünf insgesamt 20 Monate in der Fachhochschule für Finanzen in Nordkirchen.

Warum man beim Finanzamt arbeiten möchte? „Ich finde es spannend, die Steuern zu prüfen und den Steuerhinterziehern auf die Schliche zu kommen“, erklärt Mark Diener. Für Christopher Gregor gibt es noch einen anderen Grund. „Das ist ein bombensicherer Job“, findet er. Außerdem sei die Fachhochschule in Nordkirchen etwas Besonderes. Nicht nur, dass die Ausbildung dual verläuft, das heißt, dass man im Finanzamt arbeitet und die Theorie in der Fachhochschule lernt, sondern mit wem man zusammen lernt, sei ein Unterschied. „An anderen Unis sitzen schon mal Leute dazwischen, die einfach nichts machen wollen. Da ist das Auswahlverfahren an der Fachhochschule bestimmt anders“, hofft Christopher Gregor.

Worauf sich die Azubis am meisten freuen? „Die vielfältige Einsetzbarkeit des Steuerrechts reizt mich, und hinter die Kulissen von etwas zu schauen, was anderen Leuten verborgen bleibt“, erklärt Christopher Gregor. Anne Brück, die bereits eine Ausbildung zur Bürokauffrau abgeschlossen hat, freut sich auf das Spezialgebiet Steuerrecht. „Bei der Bürokauffrau ist alles etwas oberflächlicher. Aber bei diesem Lehrgang kann ich mich spezialisieren“, erklärt sie.

Die Finanzbeamten sind nicht die beliebtesten im Land. Auch dafür haben die Azubis ein Mittel : „Wir lassen einfach eine neue Ära anbrechen.“