Christopherus-Haus in Schwarz-Gelb

Feierten zehnjähriges Jubiläum: Die Mitglieder des Borussia Dortmund Fanclubs vom Christopherus-Haus. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool
Feierten zehnjähriges Jubiläum: Die Mitglieder des Borussia Dortmund Fanclubs vom Christopherus-Haus. Foto: Olaf Ziegler / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool / Olaf Ziegler

Witten..  Zum zehnjährigen Bestehen des „Borussia Dortmund Fanclubs“ vom Christopherus-Haus kamen nicht nur 60 Bewohner sowie Gäste aus der Dortmunder Partnereinrichtung in die Blote-Vogel-Schule, sondern auch Ehrengast Siggi Held (69), der jahrelang für den BVB spielte.

Schwarz-gelbe Flaggen, Mützen und Schals, so weit das Auge reicht. Alle Bewohner sehen gebannt auf eine Leinwand, auf die ein Beamer Bilder des alten Kaders wirft. Bei jedem Foto reißen sie die Arme in die Luft und rufen den Namen des Dargestellten: Teddy de Beer! Amoroso! Rosicky! Wie im Stadion, wenn Norbert Dickel die Mannschaftsaufstellung vorliest. Nur brüllen hier nicht 80 000, sondern 60. Dafür sind diese Fans etwas ganz Besonderes.

Die Fanbeauftragte des BVB, Petra Stüker, weiß die Bewohner zu schätzen. „Die Behinderten kommen öfter ins Stadion und freuen sich immer unglaublich, wenn sie dort sind. Außerdem sind sie so dankbar, wenn jemand ihnen Neuigkeiten von ihrem Lieblingsverein überbringt“, sagt die 54-Jährige.

Hausbewohner Andreas Blappert hat sich eine Borussia-Flagge um die Hüfte gebunden, eine schwarz-gelbe Mütze auf den Kopf gesetzt und einen Schal um den Hals geschlungen. Der 47-Jährige ist ein großer Fan. Er schläft sogar in BVB-Bettwäsche. Seiner Meinung nach ist die ganze Mannschaft klasse. Einen Liebling hat er aber: „Jürgen Klopp ist der bester Trainer der Welt. Einen Besseren werden sie nie bekommen.“ Logo, dass Andreas Blappert völlig aus dem Häuschen gerät, als „Kloppo“ auf dem Bildschirm erscheint. Kurzzeitig veerwandelt sich die Aula der Blote-Vogel-Schule in ein Mini-Stadion, das den Startrainer überschwänglich feiert.

Mit ihrem eigenen Fanclub- Lied „BVB Borussia“ stimmen sich die 60 Bewohner schon mal auf die Meisterfeier im Mai ein - vorausgesetzt, die Borussen gewinnen wieder den Titel. Fanclub-Präsident Andreas Suhr hofft zwar, dass die Mannschaft die Schale holt, sorgt sich derzeit aber um einen richtigen Platz zum Feiern auf dem Christopherushof. „Das ehemalige Wirtschaftsgebäude wird umgebaut. Deshalb wissen wir gerade nicht, wo wir feiern sollen.“ Letztes Jahr hat man trotz des Umbaus zumindest eine kleine Party auf dem Gelände gegeben.

Das Einzige, was die Bewohner noch mehr begeistern könnte als der Sieg der Meisterschaft, wäre der Besuch eines aktiven Spielers in Witten. Darauf müssen die Fans aber noch warten. Fanbeauftragte Petra Stüker: „Die Spieler dürfen nicht mehr einzeln kommen, weil es mittlerweile über 500 Fanclubs gibt. Das würde zu viel werden.“

Die schwarz-gelben Anhänger vom Christopherus-Haus freuen sich schon auf das nächste Spiel gegen den FC Augsburg. Dann sitzen sie wieder zusammen am Radio und feuern den möglichen Deutschen Meister 2012 an.

 
 

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