CDU über Doppelspitze uneins

Ein Wahlplakat der CDU mit Simon Nowack. Walter Fischer / WAZ FotoPool
Ein Wahlplakat der CDU mit Simon Nowack. Walter Fischer / WAZ FotoPool
Foto: Walter Fischer

Witten.. Die heimische CDU ist uneins über die von der CDU NRW geplante Doppelspitze. Einigkeit besteht jedoch darin, dass die verheerende Wahlniederlage aufgearbeitet und analysiert werden müsse.

Staatssekretär Dr. Ralf Brauksiepe, heimischer CDU-Bundestagsabgeordneter und Kreisverbandsvorsitzender der EN-CDU, gehört zu den Unterzeichnern einer Erklärung, die in den Bezirken Regionalkonferenzen fordert, „auf denen der Kandidat für den Landesvorsitz darlegen kann, wie es mit der CDU NRW in dieser Lage weitergehen soll“. Damit, so Brauksiepe, sei jedoch keine Kritik an der geplanten Doppelspitze Laumann/Laschet verbunden.

„Das Wahlergebnis hat uns alle schockiert, es gibt einen großen Redebedarf in der Partei.“ Brauksiepe begrüßt ausdrücklich die gefundene Einigung, „ich war schon vor zwei Jahren dafür. Armin Laschet will alle 54 Kreisverbände in NRW besuchen, wir sprechen bereits Termine ab.“ Es könne jedoch nicht sein, so Brauksiepe, dass der Landesvorstand Personen bestätige, die dann nur noch vom Parteitag“abgesegnet“ würden.

Wenig angetan von einer Doppelsitze ist Wittens CDU-Chef Ulrich Oberste-Padtberg. „Jürgen Rüttgers war Landesvorsitzender und Fraktionschef, er wurde Ministerpräsident. Hannelore Kraft ebenfalls. Deshalb muss ein Kandidat an der Spitze sein.“ Wittens CDU-Vorsitzender könne mit jedem der beiden Personen an der Spitze gut leben, „jeder hat seine unterschiedlichen Stärken. Aber es muss alles in einer Hand liegen.“

Ratsherr Simon Nowack war für die CDU als Landtagskandidat am Start. Er fordert ebenfalls eine Aufarbeitung des Wahlergebnisses, „und das muss tiefgreifend sein. Wir müssen es auf eine vernünftige Art analysieren und die Konsequenzen daraus ziehen.“ Wer an der Spitze der Partei und Fraktion stehe, ob es Laschet oder Laumann „oder eine dritte Person“ sei, das müsse danach entschieden werden. „Wir müssen überlegen, wohin wir langfristig mit NRW wollen. Das Heil liegt nicht in einer einzelnen Person.“

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