CDU-Chef hält nicht viel von eigener Schafherde am Stausee

Schafe am Kemnader Stausee sind ein vertrauter Anblick. Unser Bild zeigt die Tiere von Schäfer Martin Reimelt, der mit seinen 700 Wolleträgern vor allem den Kampf gegen den Bärenklau aufgenommen hat.
Schafe am Kemnader Stausee sind ein vertrauter Anblick. Unser Bild zeigt die Tiere von Schäfer Martin Reimelt, der mit seinen 700 Wolleträgern vor allem den Kampf gegen den Bärenklau aufgenommen hat.
Foto: WAZ / FotoPool
  • Es soll Überlegungen für eine eigene Schafherde des Freizeitzentrums Kemnade geben
  • Wittener CDU-Chef äußert Zweifel: „Haltung nicht so einfach, wie man sich das vorstellt“
  • Unionsfraktion beim Regionalverband Ruhr stellt offizielle Anfrage zu möglichen Plänen

Witten..  Will das Freizeitzentrum Kemnade eine eigene Schafherde anschaffen? Wittens CDU-Chef Ulrich Oberste-Padtberg bezweifelt, ob dies sinnvoll wäre.

Die Unionsfraktion beim Regionalverband Ruhr (RVR), dem Hauptgesellschafter, beruft sich in einer Anfrage nach eigenen Angaben auf Berichte, das Freizeitzentrum wolle den Vertrag mit dem Schäfer an der Ruhr nicht fortsetzen. Vielmehr stehe im Raum, eine eigene Herde anzuschaffen.

CDU: Gründet Freizeitgesellschaft landwirtschaftlichen Betrieb?

So sehr Schafe an der Ruhr und am See ein vertrautes Bild seien, habe er doch Bedenken, ob ihre Haltung „kommunalwirtschaftlich richtig und erlaubt ist“, sagt Wittens CDU-Stadtverbandschef Oberste-Padtberg. Wer Schafe halte, sei rund um die Uhr in der Pflicht, warnt der Hobbylandwirt. „Wie das sichergestellt sein soll, ist mir zweifelhaft.“

Derzeit gibt es eine Zusammenarbeit mit einem Schäfer, der seine Tiere regelmäßig am Stausee weiden lässt. Sie fressen Gras und den für Menschen giftigen Bärenklau. Das Freizeitzentrum spart sich so aufwändige Pflege – an der man in Rand- und Grenzbereichen mit Maschinen nicht vorbeikomme, so Oberste-Padtberg.

In ihrer Anfrage an den RVR will die Union wissen, ob das Freizeitzentrum bei einer eigenen Herde einen landwirtschaftlichen Betrieb gründet, ob Mitarbeiter über Nebentätigkeiten an der Schafhaltung beteiligt werden, ob man die Schafschur selbst übernimmt und Hütehunde angeschafft werden. „Oder will der Geschäftsführer seine privaten Tiere einsetzen?“

 
 

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