Bummel mit Wohnzimmer-Flair

Der Tummelmarkt ging in die zweite Runde! Am Samstag, 17. 10,2015, war der Tummelmarkt nach seinem erfolgreichen Start im August nun zum zweiten Mail auf den Humboldtplatz im Wiesenviertel der Wittener Innenstadt. Auch diesmal sollte der Tummelmarkt den eigentlichen Parkplatz in ein Open Air Wohnzimmer verwandeln und Jung und Alt mit liebevoller Gestaltung, gemütlichen Sitzgelegenheiten und künstlerischem Programm zum Verweilen und Bummeln einladen.
Der Tummelmarkt ging in die zweite Runde! Am Samstag, 17. 10,2015, war der Tummelmarkt nach seinem erfolgreichen Start im August nun zum zweiten Mail auf den Humboldtplatz im Wiesenviertel der Wittener Innenstadt. Auch diesmal sollte der Tummelmarkt den eigentlichen Parkplatz in ein Open Air Wohnzimmer verwandeln und Jung und Alt mit liebevoller Gestaltung, gemütlichen Sitzgelegenheiten und künstlerischem Programm zum Verweilen und Bummeln einladen.
Foto: Funke Foto Services
Ruhrkäse und Wittener Bier: Beim zweiten „Tummelmarkt“ im Wiesenviertel gab es viel zu entdecken. Originelles und Handgemachtes zogen viele Besucher an.

Witten..  Das Wort „Tummelmarkt“ schwebt in großen Holzbuchstaben, aufgereiht auf einem dicken Seil, über dem Zugang zum Humboldtplatz. Und wer den Blick senkt und schweifen lässt, sieht schnell, dass der Name gut gewählt ist: Trotz des ungemütlichen Herbstwetters ist der Andrang groß. Das Publikum ist bunt gemischt durch alle Altersgruppen. Denn nicht nur der Name der Veranstaltung, die an diesem Wochenende zum zweiten Mal stattfand, ist originell, auch das Angebot.

Gleich an einem der ersten Stände kann man etwas Besonderes entdecken: Hier wird der „Grubentaler“ angeboten, ein Käse, der aus dem Ruhrgebiet kommt. „Die Idee dazu kam mir, als mich ein Bekannter aus Baden-Württemberg besuchte und nach regionalen Spezialitäten fragte“, erzählt Christian Schalthöfer (47), Mitbegründer der „Ruhrkäse GmbH“. „Er war ganz fassungslos, dass es so etwas bei uns nicht gibt.“ Damit war die Idee geboren: ein echter Ruhrgebietskäse musste her! Außen schwarz wie Kohle, innen hell, überzeugt der Käse durch seinen mild-würzigen Geschmack. „Wir lassen den Käse nach unserem Rezept per Hand in einer Käserei in Hagen herstellen. Die Milch kommt aus dem Ruhrgebiet.“ Anne und Erwin Wilde probieren den Grubentaler: „Sehr lecker! Und eine tolle Idee.“

Bier made in Witten

Was würde besser zum Käse passen als ein kühles Bier? Wenige Meter weiter wartet das Hopfengetränk, made in Witten. Der gelernte Brauer Benno Bracht hat aus der Not eine Tugend gemacht: „Es ist schwer, als Brauer eine Stelle zu finden. Da habe ich einfach mein eigenes Bier entwickelt.“ Zuerst als Hobby gedacht, wird er im nächsten Jahr mit eigener Brauanlage hauptberuflich an den Start gehen. Sein Bier ist lecker und gesund: „Es ist ungefiltert und enthält viele gesunde Bestandteile wie Hefezellen und Vitamine.“ Das kommt nicht nur bei den Einheimischen gut an. Martina Krastev (18) aus Griechenland und Adam Evans (29) aus England sind angetan. „Toller Geschmack, sehr aromatisch!“

Benedikt Reitz (26), Lisa-Marie Wagner (25), Lea Meyer (26) und Marie Sammet (25) haben den Tummelmarkt liebevoll organisiert, zusammen mit dem Verein „Stellwerk“. „Ich war in Südafrika und war begeistert von den vielen Märkten dort. Und ich dachte, das könnte auch für uns im Wiesenviertel das Richtige sein“, erzählt Lisa-Marie Wagner. „Wir möchten die Nachbarschaft und die Gemeinschaft stärken und regionalen Anbietern eine Plattform bieten.“

Salatbesteck aus alten Skateboards

Auch die Künstler, die sich auf der kleinen Bühne in der Mitte des Platzes präsentieren, kommen aus der Umgebung. Zu den Rhythmen der Gruppe „Mapato“ bummeln die Besucher über den Platz, lassen sich Crêpes, Pasta oder afrikanische Yamswurzel schmecken, bewundern den handgemachten Schmuck, Hüte oder die ausgefallenen Objekte, die Maik Rokitta unter seinem Label „formwechsel“ anbietet: „Ich bin leidenschaftlicher Skater. Und aus den ausgemusterten Boards mache ich alles, was mir einfällt – vom Salatbesteck bis zum Toilettenpapier-Halter.“

Den siebenjährigen Julius, der mit seinen Eltern aus Gelsenkirchen gekommen ist, zieht es zu vertrauteren Objekten. Am Bio-Gemüse-Stand sucht er mit Papa Andreas und Mama Vio den schönsten Kürbis aus: „Der wird dann ausgehöhlt und geschnitzt!“

Der Tummelmarkt soll regelmäßig viermal im Jahr stattfinden. Der nächste wäre nach der Winterpause im April.

 
 

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