Ballett-Gala im Wittener Saalbau sorgt für spanisches Flair

Ballett im Saalbau in Witten am Samstag mit Tänzerinnen des TuRa Rüdinghausen.
Ballett im Saalbau in Witten am Samstag mit Tänzerinnen des TuRa Rüdinghausen.
Foto: Walter Fischer
Mit Klassikern wie „Don Quichotte“ begeisterten 180 Mädchen am Wochenende im Saalbau. Die Ballettabteilung des TuRa Rüdinghausen veranstaltete wieder ihre beliebte Gala.

Witten.. Eine Taverne mitten im Saalbau? Das kommt dem Publikum zurecht spanisch vor. Der wegrollende Vorhang enthüllt dann auch eine Szene aus „Don Quichotte“ – ein Ballettstück, das sich aus Elementen spanischer Volkstänze und des Flamenco bedient. Mit rasselnden Schellenkränzen und großen Fächern in der Hand schweben die Mädchen über die Bühne. Anmutig wirbeln die jungen Ballerinas in ihren schwarzen Bodys und den sich bauschenden roten Tüllröcken herum.

Entzückendes Äußeres

Bei einer Ballett-Gala am Wochenende versuchten sich die Schülerinnen des Sportvereins „TuRa“ aber nicht nur an Klassikern. Auch zu Liedern aus Filmen und Popmusik tanzten die rund 180 Mädchen bei den beiden Shows am Samstag und Sonntag.

Die ganz kleinen Tänzerinnen, manche erst drei Jahre alt, ernteten vor allem für ihr entzückendes Äußeres und ihren Mut Applaus. Zwar sahen auch die Älteren reizend aus, sie überzeugten aber vor allem durch ihr Können. Das Niveau der Schule ist durchaus beachtlich. Die Mädchen tanzen synchron, auch der Gesichtsausdruck sitzt, in Stücken wie „Paquita“ stimmt einfach alles.

Erstaunlich auch zu sehen, wie gut sich einige der älteren Mädchen schon auf der Zehenspitze drehen können. Es sind vor allem die Ausschnitte aus den Klassikern, aus dem Nussknacker und Schwanensee, die am besten sitzen. Hier klappt auch das strenge Sortieren im Raum überwiegend gut. Anders als bei einigen Tänze zu Popsongs, bei denen manchmal leider totale Unordnung auf der Bühne herrscht.

Auch wenn die Schritte nicht an allen Stellen perfekt umgesetzt werden: Die Leistung der Choreographinnen Barbara Dieckheuer und Kathrin Hellwig muss gewürdigt werden.

Selbst genähte Kostüme

Die Lehrerinnen haben mit den Schrittfolgen nicht nur Kreativität bewiesen, sondern auch ihr pädagogisches Können. Sie wissen die Fähigkeiten ihre Schülerinnen gut einzuschätzen. Während sie für die Kleinen noch einfache und elementare Bewegungen ausgesucht haben, entwickelten sie für die Mädchen mit steigendem Alter und Talent anspruchsvollere Schritte und Figuren.

Mit ebenso viel Sorgfalt wurden die Kostüme für die einzelnen Stücke ausgewählt. Viele der farbenfrohen Bodys und Tutus wurden von Eltern und Großeltern genäht. Es steckt viel Liebe in der Gala, die nur alle zwei Jahre stattfindet. Sie schließt mit tosendem Beifall. Man hört ihn heraus, den elterlichen Stolz vieler Zuschauer. Zu recht.

 
 

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