Autowäsche gerät zum Rechtsstreit

Kam Mazda kaputt aus der Waschstraße? Fahrer verklagt nun den Betreiber einer Wittener Anlage.  Archivfoto: Dirk Bauer / WAZ FotoPool
Kam Mazda kaputt aus der Waschstraße? Fahrer verklagt nun den Betreiber einer Wittener Anlage. Archivfoto: Dirk Bauer / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Kam Mazda kaputt aus der Waschstraße? Fahrer verklagt nun den Betreiber einer Wittener Anlage.

Witten.. Blitzen sollte der schwarze Mazda MX 5 von Joachim K.. Doch der Abstecher in eine Wittener Waschstraße wurde so oder so ein teurer „Spaß“: Sein Sportwagen sei zwar sauber wieder herausgekommen, aber nun ein Fall für die Werkstatt, behauptet der 45-Jährige. Nun will er den Besitzer der Waschanlage verklagen.

Fest steht, dass Joachim K. seinen Sportwagen durch die Waschstraße schickte. Während sein Mazda gestriegelt wurde, stand der Dortmunder an der Kasse. Der 45-Jährige habe gefragt, ob die Autos hinter seinem Wagen anhalten, wenn er nicht rechtzeitig wieder losfahre, berichtet der Unternehmens-Besitzer nach Rücksprache mit einer Mitarbeiterin. K: „Die Mitarbeiterin hat mir versichert, dass nichts passieren kann.“ Was dann geschah, bleibt unklar – auch weil es keine Video-Aufzeichnungen gibt. Die Kamera ist defekt.

Zurück an der Waschanlage habe er einen Schreck bekommen, so Joachim K.. Das Auto hinter seinem Mazda sei mehrfach gegen seinen Wagen geprallt. „Mein Spoiler war hinüber.“ Er habe seinen Wagen dann aus dem Gefahrenbereich gefahren. Sein Schaden belaufe sich auf 1100 Euro. Er habe einen Anwalt eingeschaltet. Defekt der Anlage oder Sachbeschädigung? Darauf, ob im Auto hinter seinem Mazda ein rabiater Fahrer saß, habe er nicht geachtet, gesteht K.

Der Dortmunder schließt das aber nicht aus. „Vielleicht ist jemand auf meinen Wagen aufgefahren und abgehauen.“ Möglich sei auch, dass die Auffahrsicherung der Waschanlage versagte, so K.. Sie verhindert, dass ein Auto am Ende der Anlage auf das vor ihm fahrende rollt.

„Als er den Schaden sah, hätte er ja das Kennzeichen des Autos hinter ihm notieren können“, entgegnet der Betreiber mit Blick auf seinen wütenden Ex-Kunden. Eine Mitarbeiterin habe zudem berichtet, dass K.'s Wagen alleine durch die Anlage lief. Der Chef mutmaßt, dass der Schaden schon vorher am Auto gewesen sein könnte. Einen Defekt seiner Waschanlage schließt er aus. „Die Auffahrsicherung funktioniert einwandfrei. Die Technik wird jeden Tag geprüft.“

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