Anerkennung für zupackende Jugendliche

Der Rotary-Club Witten-Hohenstein feierte die Verleihung des Wittener Jugendpreises. Das Bild zeigt (v. li.) Ulrich Hasenohr, der sich um den Jugendpreis kümmert, Preisträgerin Katharina Stritzke (21) und Preisträger Lukas Stüwe (18). Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool
Der Rotary-Club Witten-Hohenstein feierte die Verleihung des Wittener Jugendpreises. Das Bild zeigt (v. li.) Ulrich Hasenohr, der sich um den Jugendpreis kümmert, Preisträgerin Katharina Stritzke (21) und Preisträger Lukas Stüwe (18). Foto: Ute Gabriel / WAZ FotoPool
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Witten.. Der Verein „Nangina“, in dem über 100 Jugendliche Spenden für Afrika sammeln, hat den zum vierten Male verliehenen Wittener Jugendpreis des Rotary-Clubs Witten-Hohenstein erhalten.

Die Rotarier wollen mit diesem Preis das ehrenamtliche Engagement junger Wittener würdigen, die sich in ihrer Freizeit im sozialen oder kulturellen Bereich für andere Menschen einsetzen. Jedes Jahr sind Schulen, Gruppen und Vereine aufgerufen, Vorschläge abzugeben. Diesmal gab es 13 Nennungen. Zwei seien aber nur als Preisträger in Frage kommen, so Rotary-Mitglied Ulrich Hasenohr, der den Preis vor vier Jahren ins Leben rief.

„Wir hatten beispielsweise Vorschläge mit Tanzgruppen oder Teilnehmer von Schulprojekten. Aber wir suchen Jugendliche, die sich für Dritte engagieren und das auch ehrenamtlich in ihrer Freizeit tun“ , erklärt Hasenohr. Wenn für die gute Aktion Unterricht ausfalle, sei das nicht im Sinne des Ehrenamtspreises. Doch trotz der wenigen Vorschläge habe der Rotary-Club zwei würdige Preisträger gefunden.

Der erste Preis, der mit 750 Euro dotiert ist, geht an den Verein Nangina, der seit 1984 kirchliche Jugendarbeit und Eine-Welt-Hilfe verbindet. Gegründet in der St. Pius-Gemeinde in Rüdinghausen, sind derzeit über 100 Jugendliche bei Nangina aktiv. Jedes Wochenende fährt eine Gruppe Jugendlicher in andere Gemeinden, um dort Spenden für Afrika zu sammeln. „Wir zeigen dann zum Beispiel kleine Rollenspiele, mit denen wir die Probleme in Afrika beschreiben“, sagt die 21-jährige Katharina Stritzke, die den Preis stellvertretend entgegennahm. Von dem gesammelten Geld finanziert Nangina Krankenhäuser und Schulprojekte in den ärmsten Ländern der Welt. „Gleichzeitig geben wir den Jugendlichen in Deutschland eine schöne Gruppe, mit der sie gemeinsam reisen, kochen und Spaß haben“

Über den zweiten Preis in Höhe von 500 Euro darf sich Lukas Stüwe freuen. Seit 2007 ist der 18-jährige Abiturient beim Arbeiter-Samariter-Bund aktiv. Vorgeschlagen wurde er von seiner Schule, dem Ruhr-Gymnasium. „Vor ein paar Jahren habe ich dort angefangen, einen Schulsanitätsdienst mit aufzubauen“, erzählt er. „Wenn irgendetwas in der Schule passiert, wird man dann auf dem Handy angerufen, hilft aus und überbrückt die Zeit, bis der Rettungswagen oder die Eltern kommen.“ Nebenbei steckte der Schüler viel Zeit und Energie in seine Ausbildung zum Rettungshelfer und wird im Sommer dieses Jahres sogar selbst die Befähigung zum Ausbilder erhalten. Nach dem Abi will Lukas dann endlich Medizin studieren. „In Bochum. Ich kann ja nicht weit weg. Ich muss doch hier weitermachen.“

Die 500 Euro Preisgeld will der künftige Student keinesfalls in die eigene Tasche stecken. „Ich baue gerade eine neue Jugendgruppe beim Arbeiter-Samariter-Bund auf, um junge Menschen für das Engagement im Katastrophenschutz zu begeistern. Mit dem Geld können wir uns endlich neue Einsatzkleidung kaufen.“

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