Alle Konfessionen willkommen

Beim 40-jährigen Jubiläumstreffen des ökumenischen Arbeitskreises Stockum trafen sich um die 70 Mitglieder und Gäste im Gemeindezentrum St. Maximilian-Kolbe. Foto: Thomas Gödde / WAZ FotoPool
Beim 40-jährigen Jubiläumstreffen des ökumenischen Arbeitskreises Stockum trafen sich um die 70 Mitglieder und Gäste im Gemeindezentrum St. Maximilian-Kolbe. Foto: Thomas Gödde / WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool

Witten.. Aus einer Bibelwoche entstanden gibt es den ökumenischen Arbeitskreis Stockum mittlerweile seit 40 Jahren. Jeder darf teilnehmen, ganz gleich welcher Konfession man angehört. Das Jubiläum feierten die Teilnehmer im Stockumer Gemeindezentrum St. Maximilian-Kolbe.

Um die 70 Personen sitzen im Gemeindesaal, lauschen den Klängen des Flötenkreises aus der Annener St. Josef-Gemeinde und können es kaum fassen, dass der Arbeitskreis nun seit 40 Jahren besteht. 16 Mitglieder arbeiten in der Ökumene und organisieren alle vier Wochen einen Nachmittag für die „Seniorenbegegnung in Stockum“. Christel Gigga ist seit 15 Jahren aktiv dabei und kennt die Bedürfnisse der älteren Mitbürger. „Wir bieten ihnen etwas Abwechslung in ihrem Leben. Viele von ihnen kommen schon seit Jahren zu uns“, erzählt die 71-Jährige. Christel Gigga und ihre Kollegen aus dem ökumenischen Arbeitskreis legen Wert darauf, dass jeder, ganz gleich welcher Religion man angehört, an den Nachmittagen und Ausflügen teilnehmen kann. „Wir fragen auch gar nicht nach, ob man einer Religion angehört, sondern nehmen gerne jeden auf.“ So passiert es, dass katholische und evangelische Christen gemeinsam am Tisch sitzen und Kaffee trinken.

Die meisten Gäste unterhalten sich aber nicht über ihre Konfession. Hildegard Brand und Wanda Degener ist es viel wichtiger, dass man gemeinsam Spaß an den Aktionen der Ökumene hat. „Der Arbeitskreis gibt sich immer sehr viel Mühe, Abwechslung in unser Leben zu bringen“, meint die 73-Jährige Hildegard. Vor allem die Ausflüge machen ihr immer besonders viel Spaß. Der Clou der Ausflüge: Die Teilnehmer wissen vorher nie, wohin es sie verschlägt. Letztes Jahr waren sie erst in Bottrop und dann besuchten sie die Sternwarte in Bochum. „Das war schon ein tolles Erlebnis. Und durch die Überraschung macht alles noch viel mehr Spaß“, so die 82-Jährige Wanda Degener.

Zum Jubiläum sind einige Pfarrer aus der Umgebung gekommen. Nach dem gemütlichen Kaffee trinken, singen die Gäste gemeinsam Lieder und tragen Gedichte vor. Das älteste aktive Mitglied des Arbeitskreises, Heinz Steinkamp (90), führt die Besucheranhand von Dias durch die letzten 40 Jahre des Arbeitskreises. Bis vor zehn Jahren nannte sich die Seniorenbegegnung noch „Altenbegegnung in Stockum“. Christel Gigga erklärt schmunzelnd, warum man den Namen abänderte. „Unsere Gäste fühlen sich nicht alt und wollen lieber Senioren genannt werden.“

Einmal im Jahr treffen sich die Mitglieder des ökumenischen Arbeitskreises und überlegen sich, was sie den Besuchern bieten können. Oftmals machen sie mit den Senioren Gymnastik direkt am Kaffeetisch. Hildegard Brand mag den Sport. Die 73-Jährige meint: „Dann ist man einmal so richtig warm gelaufen und kann den Kuchen wieder abtrainieren.“

 

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